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für deine und Majkens Liebe ſchwärmte; ich liebte Dich, als Du hinwegreisteſt, um ſie zu vergeſſen, und ich liebte Dich, als Du nun zurückkehrteſt, ohne daß es Dir gelungen war, ihr Bild aus deiner Seele zu tilgen.
„Ich wollte Dir meine Liebe nicht ſchenken, aber ich konnte ſie nicht von Dir losreißen.
„Eine Gegenliebe wünſchte ich nicht; ich wußte ja, daß Du mir keine zu geben hatteſt.
„Du ſollteſt niemals erfahren, was Du für mich warſt, ſo hatte ich es beſchloſſen; aber nicht alle Seelen ſind ſtark genug, um dergleichen Vorſätze halten zu können. Noch ſchwerer wurde es, als es Dir gelang, Licht über meine Geburt zu verbreiten und ich wiederum mit Dankbarkeit und Bewunderung an Dich denken mußte. Du kamſt mir vor, als wäreſt Du meines Lebens guter Genius.
„Während Majken daheim in Eriksdal war, hatte ich auch Stunden von Schwäche, da ich ſie um die Liebe von Dir be⸗ neidete; nicht minder litt ich dadurch, daß Du Georgs Bewerbung mit Wärme umfaßteſt und für dieſelbe zu arbeiten ſuchteſt. Als Du mir mein Benehmen gegen ihn vorwarfeſt, hätte ich Dir gern zugerufen: willſt Du, daß ich mich mit deinem Bruder verheirathen ſoll, da ich Dich liebte?—
„Es gab andere Stunden, wo ich Dir gern den Grund anvertraut hätte, welcher mir zuerſt meine abſchlägige Antwort an Georg diktirte; aber mein düſteres Geheimniß Dir anzu⸗ vertrauen, ſchien mir unmöglich. Möge es mir ins Grab folgen.
„Majken reiste ab.
„Du und ich, wir ſahen einander täglich.
„Deine Macht über mich wurde ſo unbegrenzt, daß Sorgen und düſtere Gedanken entwichen.
„Zu lieben und mich zurückgezogen zu halten, überſtieg mein Vermögen.
„Mich als den Gegenſtand deiner Neigung zu ſehen und Dir keinen Beweis der meinigen zu geben, war ebenſo unmög⸗ lich, obwohl ich dabei niemals vergeſſen durfte, daß die Seligkeit, welche von der Liebe geſchenkt wird, nicht für mich war.


