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Eines Tags, da er nach Eriksdal kam, waren der Oberſt und Majken abweſend.
Dagmar ſaß bei ihrem Couſin und las; aber als David eintrat, entfernte ſie ſich ſogleich. Der Beſuch bei dem Kranken dauerte jedoch nicht lange, und David ſchaute ſich hierauf nach Frau Thorén um, ihr einige Verordnungen, die er nöthig fand, mitzutheilen.
David war gerade im Begriff, der guten Frau Lebewohl zu ſagen, als Dagmar eintrat und ſie bat, zu Arthur hinaufgehen. Sie ſelbſt wollte einen kleinen Spaziergang machen.
„Willſt Du mir Geſellſchaft leiſten?“ fragte ſie David.
„Meine Zeit erlaubt es mir nicht; ich muß ſogleich nach der Stadt zurück,“ war die kalte Antwort.
„Iſt es wirklich ſo nothwendig, daß Du ſogleich abfährſt? Kannſt Du mir nicht eine Stunde opfern?“
David konnte es nicht.
Dagmar hatte ihn allzu lang leiden laſſen, ohne mit einem Blick oder mit einem Wort den bittern Schmerz, den ſie ihm ver⸗ urſachte, zu lindern, als daß er jetzt ſich nach ihren Wünſchen richten mochte.
XXXIX.
Eines Morgens, einige Tage ſpäter, erhielt David einen Brief. Er erbrach eilig den Umſchlag. Ein langes Schreiben war eingeſchloſſen.
Wir geben daſſelbe hier:
„Lieber, theurer David!
„Du wollteſt mir die Stunde nicht ſchenken, um welche ich Dich bat, und jetzt danke ich Dir dafür. Ich werde es leichter finden, ſchriftlich mich Dir mitzutheilen. Vielleicht wird es mir gelingen, mich verſtändlich zu machen. Ich hoffe es, obwohl ich in Allem, was meinen Couſin Arthur berührt, ein geheimniß⸗ volles Stillſchweigen bewahren muß.
„Kennſt Du meinen Charakter und meine Gemüthsart, ſo mußt Du mich auch richtig zu beurtheilen vermögen.


