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naten ſo bedeutend beſſer, daß der Oberſt ſeinem eifrigen Wunſche, ſie nach Schweden zu begleiten, willfahren zu können glaubte. Während der letzten Tage der Reiſe wurde er unpäßlich und war, als ſie in Eriksdal ankamen, ſo ſchwach, daß man ihn aus dem Wagen hinwegtragen mußte. In der Nacht war er in den Zu⸗ ſtand verfallen, worin er ſich noch jetzt befand.
David hörte dem Oberſt mit jener kalten Aufmerkſamkeit zu, welche dem Arzte bei einem ſolchen Berichte eigen iſt. Noch ein⸗ mal unterſuchte er den Kranken und traf darauf ſeine Anord⸗ nungen mit ſo glücklichem Erfolge, daß Arthur wieder zum Be⸗ wußtſein kam. Der Athem wurde regelmäßiger, der Puls ruhiger, die Lippen bewegten ſich. David beugte ſich zu ihm nieder. Der Kranke flüſterte Dagmars Namen. Langſam öffneten ſich ſeine Augen und er ſagte etwas; David konnte nicht unterſcheiden, was es war, aber Dagmar eilte herbei und reichte ihm etwas zu trin⸗ ken. Darauf blieb ſie an ſeiner Seite ſitzen, ſeine Hand in die ihrige geſchloſſen.
„Gibt es noch einige Hoffnung für ihn, zum Leben wieder⸗ zukehren?“ fragte Dagmar, ehe David ſich entfernte..
„Noch kann ich nichts ſagen,“ antwortete David;„was ich vermag, will ich thun, um ihn für dieſes Mal zu retten; aber lang dauert ſeine Lebensbahn nicht.“
„Gott lohne Dich dafür; ich vermag es nie zu thun,“ ſetzte ſie ganz traurig hinzu.
„Der Lohn des Arztes iſt, daß der Kranke wiederhergeſtellt wird,“ war Davids kalte Antwort.
Der Lohn blieb nicht aus; Arthur genas ſo allmälig.
Eine ſchwere Probezeit war inzwiſchen dieſe Krankheit für un⸗ ſern Doktor.
Wie er auch ſein Herz ſtählte, konnte David doch nicht hin⸗ dern, daß er unter der Zärtlichkeit litt, welche Dagmar dieſem Arthur widmete. Sie war beſtändig bei ihm, ſuchte ſeine Wünſche zu errathen, und bot alle ihre Kräfte auf, ihn, da es beſſer mit ihm wurde, zu zerſtreuen. Sie unterwarf ſich ganz bereitwillig ſeinen Launen, und widmete ihm jede Stunde des Tags.
Zu ſehen, wie die Frau, welche von ganzer Seele geliebt


