Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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Nachdem Sjögviſt ſeinen Sohn eine Weile betrachtet hatte, nahm er wieder das Wort:

„Das Zeugniß für deinen Fehler iſt jetzt zerſtört, und das Andenken daran ſchließt ſich mit mir und dem Herrn Doktor ab. Du haſt als ein braver Burſche deinen Fehler wiederum gut ge⸗ macht und gewährſt ſchöne Hoffnungen für die Zukunft; Du ſollſt nicht ſagen konnen, daß dein Vater ſie vernichtet habe. Herr Doktor, Sie werden gleichfalls finden, daß ich nicht ſo un⸗ dankbar bin, wie ich Ihnen ſcheinen möchte.“

Sjöqviſt ergriff Feder und Papier, ſetzte ſich an den Schreibtiſch, kritzelte einige Zeilen hin und unterzeichnete ſie mit ſeinem Namen. Darauf übergab er dieſelben David mit den Worten:

„Jetzt, Herr Doktor, habe ich meiner Schuld mich entledigt. Indem ich mich hiedurch verpflichte, Ihnen das Dokument, welches Sie zu erhalten wünſchen, zuzuſenden, iſt es gerade ſo viel, als befände ſich daſſelbe bereits in Ihren Händen.“

Sjöqviſt nahm ſeinen Hut, forderte ſeinen Sohn auf, ihn zu begleiten, und ging.

XI.

Die Obſternte dieſes Jahr verſpricht nicht ſo reichlich aus⸗ zufallen, wie ſonſt,“ ſagte Dagmar zu dem alten Olle, welcher ſeit ſiebenundzwanzig Jahren als Gärtner in der Björnſtam'ſchen Familie diente. Er war einer der wenigen, welche ihr von Haraldshof nach Eriksdal hatten folgen dürfen.

„Reichlich?“ wiederholte der alte, treue Diener ärgerlich;„ich möchte nur wiſſen, ob ſie jemals ſo elend geweſen, wie hier. Nein, es iſt ein wahres Elend mit dem Krautland da.“

Olle war eben damit beſchäftigt, Birnen an einem großen Baum zu pflücken; er kletterte mit einer Langſamkeit die Leiter hinauf, daß man wohl ſah, er habe durchaus nicht im Sinne, ſich allzu ſehr anzuſtrengen.

„Nennſt Du den großen, ſchönen Garten hier ein Kraut⸗ land?“ rief Dagmar lachend.