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Mißbrauch von der Schrift hier vorzubeugen, ſo nimm Du die⸗ ſelbe, und opfere ſie der Vernichtung.“
„Ich habe nie befürchtet, daß Du irgend einen Gebrauch davon machen werdeſt,“ ſagte Chriſtoph und ſchob das Papier von ſich; aber ich habe eine ſchmerzliche Erkenntniß von meines Vaters Charakter erhalten, und darum glaube ich nicht die Hand der Frau annehmen zu können, welche ich liebe. Ich will ihr zum Schwiegervater keinen Mann geben, welchen ſie nicht zu achten vermag. Sie dadurch zu täuſchen, daß ich den Urheber meiner Tage vor ihr verleugne, iſt mir gleich zuwider. Ich muß fort von hier, um nicht Zeuge davon zu werden, daß mein Vater eines Tages ins Unglück geräth. Dieſer Vater hat doch nie etwas Anderes als Liebe für mich gehabt, und trotz aller ſeiner Fehler muß ich ihn lieben.“
David betrachtete Chriſtoph.
„Nimm das Papier und weiſe es nicht ab,“ ſagte er,„Du kannſt es ja verſiegeln und deinem Vater zuſchicken. Ich werde durch andere Mittel den Zweck, wornach ich ſtrebe, zu erreichen
ſuchen. Aber, mein lieber Chriſtoph, was redeſt Du davon, dich
wegzubegeben? Schlage Dir dieſe Gedanken aus dem Sinn. Ver⸗ folge deine angetretene Laufbahn und verheirathe Dich ohne Furcht. Dein Vater wird niemals weder ſich noch Dich ins Unglück ſtürzen.
Chriſtoph ſchwieg und blieb unbeweglich. David redete ihm
noch lange zu; endlich erhob ſich Chriſtoph mit den Worten:
„Ich will thun, was Du begehrſt, und die Verſchreibung meinem Vater zuſchicken; ich....“
„Das iſt nicht nöthig,“ ſagte Sjöqviſt unter der Thüre und trat ein.„Verzeihen Sie, Herr Doktor, daß ich ſo hier herein⸗ geflogen komme; aber mir dunkte, es ſei Schade um den armen Jungen, und ich kehrte um, nachdem ich ein Stück weit abge⸗ reist war.“
Sjöqviſt näherte ſich Chriſtoph.
„Gib den Fetzen Papier her,“ ſagte er.
Chriſtoph zog die Hand zurück und Sjöqviſt wandte ſich nun zu Waldner mit den Worten:
„Wollen Sie vielleicht, Herr Doktor, ihn mir überlaſſen?“


