Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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„Ja, wofern mein Vater nicht will, daß ich ihn im Ver⸗ dacht haben ſoll, er habe daſſelbe geſtohlen.“

Vater und Sohn ſahen einander an.

„Nun, mein Vater, geben Sie über den Erwerb deſſelben Rechenſchaft! Befreien Sie mich von der Furcht, denjenigen ge⸗ ringachten zu müſſen, den ich liebe und den ich hochſchätzen möchte.“

„Undankbarer, als Du mich mit Schande überhäufteſt, hatte ich nur Liebe und Nachſicht für Dich, und jetzt— jetzt ſtellſt Du dich an, als wollteſt Du mit deinem eigenen Vater ins Ge⸗ richt gehen. Habe ich Dir nicht das Geld angeſchafft, um jede Spur deiner Verirrung auszutilgen, und gleichwohl wagſt Du mich anzuklagen, und, was noch ſchlimmer iſt, Du haſt dieſen Waldner die unglückliche Verſchreibung behalten laſſen, damit er ein Mittel beſitze, mich zu dem, was er fordert, zu zwingen. Du haſt einen Bund mit ihm eingegangen, mich hieher gelockt, und glaubſt mich dahin zu bringen, daß ich nach deiner Pfeife tanzen werde. Nein, jetzt iſt es aus; ich opfere mich nicht weiter für einen Sohn, welcher weder Erkenntlichkeit noch Liebe gegenüber von ſeinem Vater hat.“

Sjöqviſt ließ den Kopf auf die Bruſt ſinken.

„Vater, haben Sie vergeſſen, wem ich dafür zu danken habe, daß ich ein rechtſchaffener Nann bin?“ fragte Chriſtoph.„Ohne Doktor Waldner wäre ich ganz gewiß jetzt ein Böſewicht, welcher Kummer und Schande auf Sie gehäuft hätte. Unſere Dankbar⸗ keitsverpflichtung gegen ihn iſt größer, als daß ſie jemals ausgeglichen werden könnte. Sie haben eine Gelegenheit, ihm Ihre Erkennt⸗ lichkeit zu beweiſen; laſſen Sie dieſelbe nicht aus den Händen.“

„Und damit ſoll ich Oberſt Björnſtam einen für ihn un⸗ ſchätzbaren Dienſt leiſten? Nein, das wäre allzu ſtark.“

„Sie wollen ſomit undankbar gegen Ihres Sohnes Wohl⸗ thäter bleiben?“

Der Vater wandte den Kopf weg.

„Sie werden dadurch,“ fuhr Chriſtoph fort,„mich zu einem äußerſten Schritte treiben. Ja, ich werde ſelbſt mein Glück zer⸗ ſtören und mein Vaterland verlaſſen. Ich kann das erſtere nicht

Schwartz, Dayid Waldner. II. 3

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