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Ahnungsvermögen zu Hülfe kommen. Es iſt ein gewiſſer Sjöqviſt, welcher in dieſem unbedeutenden Schreiben den Lieutenant Broo⸗ lind davon unterrichtete, daß Fräulein Björnſtam um ein Jahr älter iſt, als man angegeben hat.“
Sjögviſt ſchwieg.
„Ihre Treuloſigkeit gegen mich iſt dadurch ſo ziemlich ſonnen⸗ klar bewieſen, möchte ich glauben. Die Reihe, dafür Rache zu nehmen, dürfte nun an mir ſein. Ich beklage tief, daß ich ge⸗ nöthigt bin, damit einen Unſchuldigen— Chriſtoph zu treffen; aber ich kann nicht anders handeln, wofern Sie mir nicht Wilhelm Björnſtams Trauſchein verſprechen. Ich laſſe Ihnen acht Tage, mir dieſe Urkunde zuzuſtellen. Sie liefern dieſelbe innerhalb dieſer Zeit in meine Hände, oder ich gehe zu Chriſtophs künftigen Schwiegereltern und ſage:!
„Der Mann, welchem Sie Ihre Tochter zu geben beabſich⸗ tigen, war als Student ein überwieſener Dieb. Um zu erklären, wie er es werden konnte, will ich Ihnen ſeines Vaters Geſchichte erzählen. Der Vater, welcher noch lebt, war Kammerdiener bei einem reichen Mann. Unter andern artigen Thaten eignete er ſich auch bei dem Hingang ſeines Herrn deſſen Papiere und Briefe zu. Sie waren für ihn ſo gut wie baares Geld. Er treibt nun mit ihnen Wöcher, und ich glaube, daß ſie ihm ſchon recht ſchöne Summen eingebracht haben. Ich warne Sie, mit dem Mann in keine verwandtſchaftlichen Verhältniſſe zu treten, denn ich habe beſchloſſen, nicht eher zu ruhen, als bis ich ihn ins Zuchthaus gebracht habe! Nun, Herr Sjöqviſt, wiſſen Sie, was für Sie zu erwarten iſt.“
David trat auf die Thüre zu.
„Aber, Herr Doktor, was Sie begehren, ſteht nicht in mei⸗ nem Vermögen.“
„Deſto ſchlimmer für Sie und Ihren Sohn.“
David drehte das Schloß und ſetzte ſeinen Fuß auf die Schwelle.
„Ich beſitze dieſes Papier nicht,“ murmelte Sjöqpviſt.
„Verſchaffen Sie ſich daſſelbe. Sie kennen den Ort, wo


