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„Was begehrſt Du von mir? Ich bin immer dazu ver⸗ pflichtet, und es ſoll mir eine wahre Freude machen.“
„Du willſt ja einige Zeit in verköping dich aufhalten? Du kannſt an deinen Vater ſchreiben und ihn bitten, Dich daſelbſt zu beſuchen; aber ohne deſſen zu erwähnen, daß ich Dich in deiner Krankheit behandelt habe; er braucht nicht zu wiſſen, daß wir uns getroffen haben. Ich wünſche mit ihm zu reden, aber ohne daß er auf die Begegnung mit mir vorbereitet iſt.“
Chriſtoph verſprach pünktlich Davids Begehren zu erfüllen und ſo trennten ſie ſich.
VI.
Tags darauf machte David in Eriksdal einen Beſuch. Er fand Dagmar im Garten. Der Oberſt war draußen auf den 8 Wüneun⸗ und Majken hatte Verſchiedenes im Treibhauſe zu be⸗ orgen.
„Endlich ſieht man Dich hier,“ rief Dagmar.„Du biſt der launenhafteſte aller launenhaften Menſchen. Als Du das letzte⸗ mal in Eriksdal wareſt, verſprachſt Du oft wieder zu kommen, und doch ſind vier Wochen vergangen, ohne daß Du hier ge⸗ weſen. Nennſt Du das Wort halten? Wie willſt Du eine ſolche Aufführung entſchuldigen? Wo biſt Du geweſen und was haſt Du getrieben?“
„Ich bin bei Kranken geweſen, habe Kranke behandelt und Kranken Geſellſchaft geleiſtet.“
„Und die Geſunden haſt Du ganz vergeſſen?“
„Ich vergaß ſie nicht, aber ich mußte ſie verſäumen.— Nun, wie iſt es euch in dieſen vier Wochen ergangen?“
„Wir befinden uns immer wohl. Du findeſt kaum eine Gelegenheit, deine Praxis hier auszuüben. Ich möchte zuweilen faſt wünſchen, daß wir unwohl würden.“
Dabei flog ein leichter Schatten von Wehmuth über Dagmars Angeſicht.
„in recht unverſtändiger Wunſch, meine gute Dagmar,“ fiel David ein. 4


