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eine Binde um das Haupt. David ließ ſie abnehmen und erblickte nun das volle Geſicht des Kranken vor ſich. Er erkannte ſeinen frühern Schützling Chriſtoph Alm.
David widmete ſeinem neuen Patienten alle mögliche Sorg⸗ falt und hatte die Genugthuung nach Verfluß von ein paar Wochen ihn auf den Weg der Beſſerung zu bringen. Die Braut und die künftigen Schwiegereltern waren außer ſich vor Freude.
Die häufigen Beſuche zu Marnäs hatten inzwiſchen David abgehalten, wieder nach Eriksdal zu gehen. Wohl hatte er in
aller Eile die kranke Köthnersfrau beſucht, aber ohne mit Dagmar
zuſammenzutreffen. Er war entſchloſſen, am Sonntag hinzu⸗ fahren, aber bekam auch jetzt eine Abhaltung, und am Montag begab er ſich wieder nach Marnäs, um nach Chriſtoph zu ſehen und wo möglich einige Worte unter vier Augen mit ihm zu reden.
Es gelang ihm auch. Als David anlangte, war Chriſtoph allein.
„Wo iſt dein Vater gegenwärtig?“ fragte David.
„In Stockholm,“ lautete die Antwort.
„Wie? Er iſt nicht mehr in Nordland?“
„Nein, er iſt vor ein paar Jahren von dort weggezogen?“
„Nun, wie geht es ihm jetzt?“
„Gut; er hat mehre glückliche und gewinnbringende Ge⸗ ſchäfte gemacht.“
„So, ſo? Iſt es lang her, daß ihr euch trafet?“
„Etwa ein Jahr, und auch da nur auf ganz kurze Zeit.“
„Weißt Du etwas Näheres über die Beſchaffenheit der glück⸗ lichen Geſchäfte, die er gemacht hat?“ fragte David, indem er Chriſtoph fixirte. Das Angeſicht des jungen Mannes gab Zeug⸗ niß für deſſen vollſtändige Unkunde und David ſtellte keine weitere Frage.
gEhriſtoph lenkte das Geſpräch von ſeinem Vater ab und
auf ſeine Schuld der Dankbarkeit gegenüber von David, welche nun wieder ſich beträchtlich vergrößert hatte. David fiel ihm plötz⸗ lich in die Rede:
„Du mußt mir einen Dienſt leiſten,“ ſagte er.
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