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jedoch das meinige getreulich, und Du biſt der erſte, welchem ich es mitgetheilt habe.“
Sie langten inzwiſchen in Eriksdal an. Nachdem Dagmar ſich überzeugt hatte, daß Majken und der Oberſt noch nicht heim⸗ gekehrt waren, holte ſie ein Papier und übergab es in Davids Hände. 3
David las es und ſtellte es dann Dagmar mit den Worten zurück:
„Moriz Björnſtam muß von dem unverdienten Schatten, welcher nach deſſen Tod auf ſeine Ehre fallen wird, befreit werden.“
„Aber wie ſoll das geſchehen?“ 3
„Die Art und Weiſe kenne ich noch nicht; ich weiß bloß, daß es geſchehen ſoll und muß.“
David ſtützte ſeinen Kopf auf die Hand und verſank in Gedanken. Plötzlich ſprang er auf und rief:
„Er beſitzt dieſes Papier, er, der die Briefe geſtohlen und das Geheimniß an Arvid verkauft hat! Aber vielleicht hat er auch dieſes Beweisſtück veräußert, welches Arvid die Ausſicht, Haraldshof zu bekommen, auf immer rauben würde. Ha, das wäre in Wahrheit ſo niederträchtig, daß....“
Eine längere Berathung erfolgte nun zwiſchen Dagmar und David. Erſt ſpät am Abend ritt er von Eriksdal hinweg, von Planen in Anſpruch genommen, wie er in den Beſitz des Doku⸗ mentes, worauf ſo viel ankam, gelangen könnte. Welche Genug⸗ thuung mußte es nicht für David ſein, wenn er Klarheit in dieſe Sache zu bringen vermochte; wie ſehr mußte ſich dann Majken mit ihm darüber freuen!
Als David nach Hauſe kam, wartete ein Bote, der ihn zu
einem Kranken auf einen Herrſchaftsſitz in der Nähe von erköping
berief. Er begab ſich ſogleich dorthin. Das Gut hieß Marnäs
und gehörte einem ehrlichen Landwirth, welcher neben allem andern
Reichthum zwei Söhne und eine Tochter beſaß. Die Tochter
hatte ſich kürzlich mit einem jungen Beamten verlobt; der glück⸗ liche Bräutigam war eben auf Beſuch anweſend und ſchwer er⸗
krankt. David wurde ſogleich zu dem Kranken geführt. Der
Patient lag in vollem Fieber mit heftigem Kopfweh und hatte


