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der Oberſt.„Du biſt der liebſte Gaſt, den ich zu Eriksdal will⸗ kommen heißen könnte.“
„Ja, herzlich willkommen im Vaterlande,“ äußerte eine Stimme hinter ihm. Er fuhr zuſammen; die Stimme war ihm aus frühern Tagen wohlbekannt. Mafken ſtand da; ihre ruhige und freundliche Miene ſchien ihm zu ſagen: was geweſen, iſt nicht mehr, und was jetzt da, iſt nicht, was es ſonſt geweſen.
David hatte noch nicht begreifen gelernt, daß die Gefühle Veränderungen unterworfen ſind. Majkens Angeſicht ſollte ihn nun davon überzeugen.
Es that David wehe, daß er keinen andern Ausdruck, als den einer ruhigen Freundſchaft darin erblicken konnte. Sie war noch ebenſo ſchön, wie damals, als er ſie zum letzten Mal ge⸗ ſehen, und wie ſollte es wohl möglich ſein, daß die Gefühle des Herzens erkalteten? Aber es war nicht blos möglich, es war eine Wirklichkeit.
Verheirathet mit einem Mann, für welchen ſie große Achtung und Ergebenheit hegte, begabt mit einer freundlichen Gemuthsart, gehörte Majken nicht zu den Frauen, welche ihr Leben unter einen ewigen Kummer oder eine hoffnungsloſe Liebe gefangen geben. Sie hatte gegen beide gekämpft und den Sieg davon ge⸗ tragen. Jetzt konnte ſie ohne Schmerz den Mann wiedeerſehen, den ſie einmal geliebt hatte. Er war ihr theuer als der edelſte und beſte der Männer; er war ihr theuer, denn an ihn knüpfte ſich die Erinnerung der ſchönſten Zeit in ihrem Leben; aber ſie liebte ihn nicht mehr. Die Liebe hatte der Freundſchaft Platz gemacht.
Mit David war es anders. Er hatte gearbeitet und ſtudirt, mit ihrem Bilde beſtändig vor den Augen ſeines Geiſtes. Von dem Guten, das er zu Stande gebracht Theil ſein⸗


