thum; ich bat ſie dieſen Reichthum für eine Luftſpiegelung anzu⸗
ſehen, welche plötzlich verſchwinden könnte.“
Arvid wurde glühend roth.
„Durch welche Zauberkunſt könnteſt Du ſo etwas zu Stande bringen?“
„Durch dieſelbe, durch welche Dagmar ihr Erbrecht verlieren ſollte. Ich brauche nur auf eines der Kinder hinzuweiſen, welche Du ſelbſt der ſeligen Tante Björnſtam ſo eifrig zu ſchaffen be⸗ müht wareſt. Wenn ich mich anders recht beſinnen kann, ſo warſt Du es ja, welcher der Oberlandrichterin gewiſſe Briefe lieferte, worin von Wilhelm Björnſtams Familie die Rede war. Die Briefe verſchwanden, aber das hindert nicht, daß Wilhelm Kinder hinterlaſſen haben mag, welche auf Haraldshof Anſpruch machen können. Es iſt auch möglich, daß ein gewiſſer Sjögviſt, welcher zuerſt die Briefe an die Oberlandrichterin verkaufte, und hernach dieſelben ſich wieder zueignete, geneigt iſt, mit den Ge⸗ heimniſſen Wucher zu treiben, und daß derjenige, welcher ſie ihm abkaufen würde, in ſeinen Nachforſchungen glücklicher iſt als Tante Björnſtam. In dieſem Fall, Arvid, wirſt Du für dein Alter dich damit zufrieden geben müſſen, Pächter von Brovik zu ſein.“
Arvid biß die Zähne übereinander und drehte David den Rücken. 2
„Meine arme Mathilde,“ ſagte er,„laß uns ſogleich ab⸗ reiſen. Du ſiehſt ja, daß David ſich ein Vergnügen daraus macht, ſeiner Mutter Gäſte zu beleidigen.“
„Iſt es eine Beleidigung, vorauszuſetzen, daß Du von dem⸗ ſelben Schickſal betroffen werden kannſt, welches Du Dagmar be⸗ reitet haſt? Mein lieber Arvid, deine Worte lauten höchſt ſonder⸗ bar; aber ich will mich mit einer Analyſe derſelben nicht auf⸗ halten.“
David ging in den Park hinunter. Etwas ſpäter am Abend reiste Broolind mit ſeiner Frau von Aengsberga ab.


