Teil eines Werkes 
39. Band, David Waldner : Roman : 2. Theil (1867)
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III.

Es iſt etwas frühe am Morgen, da wir Eriksdal beſuchen, welches eine halbe Meile von rrköping gelegen iſt.

Auf der Veranda ſtand eine junge und ſchöne Frau. Sie ſchaute mit einem träumeriſchen Blick um ſich, während ſie auf den Geſang der Vögel horchte. Ein leiſer, halb winſelnder Laut be⸗ ſtimmte ſie jedoch, daß ſie mit einem lächelnden Blick auf die Seite ſchaute.

Ah, du biſt es, alter Hektor, ſagte ſie und fuhr ſtreichelnd dem alten treuen Diener über den Kopf. Der Hund blickte auf, als ob er ſich von dem Befinden ſeiner Herrin hätte unterrichten wollen.

Biſt du im Stande heute eine Promenade zu machen? fragte die junge Frau, indem ſie mit ſeinen langen Ohren ſpielte. Hektor wedelte mit dem Schwanze, ließ aber zugleich ein Knurren vernehmen; er hatte ein mißliebiges Geräuſch aufgefangen.

Wie, Hektor, biſt du ſchon ſo früh am Morgen bei ſchlech⸗ ter Laune? ließ ſich die junge Frau vernehmen. In demſelben Augenblick öffnete ſich eine Glasthüre hinter ihr; der Hund ſtürzte bellend auf den Heraustretenden zu und bewog dadurch ſeine Ge⸗ bieterin, umzuſchauen. 4

Georg! rief ſie und ſtreckte mit einem warmen Lächeln ihm ihre beiden Hände entgegen.Recht ſchön, daß Du wieder kommſt, obſchon Du im Zorn von mir fortgereist biſt.

Gute, gute Dagmar! ſtammelte Georg und ſchloß die kleinen Hände in die ſeinigen.

Dagmar war ſogleich in vollem Zuge eine Menge Fragen an il zu richten. Sie wollte wiſſen, ob Georg einige Tage in Eriksdal bleiben würde, wie ſich die Tante befände, ob ſie Nach⸗ richten von David hätten u. a. m. Sie ließ dem jungen Mann kaum Zeit auf ihre Erkundigungen zu antworten: er würde einige Tage in Eriksdal bleiben, David wäre in Aengsberga und die Mutter befände ſich bei guter Geſundheit.

Du weißt doch, daß David im Begriff iſt, einige Zeit zu