en wird,“ antwortete
Mathilde.„Weder Arvid und ich, noch unſere Kinder werden irgend ein Glück zu genießen haben, ſo lang wir in Haraldshof ſind. Arvid war, ſo lang wir zu Brovik wohnten, der beſte und freundlichſte aller Männer; nun aber iſt er argwöhniſch, heftig und ſo übermüthig, daß ich ihn nicht mehr kenne. Ach, könnten wir doch nach Brovik zurückkehren!“
„Das iſt vielleicht möglicher, als Du glaubſt.“
Das Geſpräch wurde dadurch unterbrochen, daß eine Equi⸗ page im Hofe vorfuhr. Broolind ſprang heraus und kam ſogleich auf ſeine Frau zu. Mit ungeheuchelter Zärtlichkeit erkundigte er ſich nach Mathilde's Geſundheit, und als ſie erklärte, daß ſie ſich beſſer fühle, äußerte er in ſcherzhaftem Tone:
„Ich ſollte eiferſüchtig werden, da ich hier meine Frau mit ihrem ehemaligen Bräutigam überraſche.“
Mathilde's gelbe Wangen färbten ſich mit einer leichten
Röthe. Es war ſo Vieles, was ſie an einen andern Abend, da ſie und David die Ringe austauſchten, erinnerte. David, welcher leine Parallele zwiſchen Ehemals und Jetzt zog, antwortete, die Vergangenheit ſei etwas, das ihm ganz in Vergeſſenheit gerathen, da die Zukunft ſeine Gedanken allzu ſehr in Anſpruch nehme..
„Ueber das Künftige nachzugrübeln, iſt eine Thorheit,“ meinte Broolind.„Wir wiſſen ja nichts davon und können mit all unſerem Sinnen und Dichten nicht einmal Kenntniß davon er⸗ halten, wie der morgende Tag ſich ge f
„Bisweilen hält man ſich doch verpflichtet, vor dem zu warnen, was derſelbe in ſeinem Schooße mit ſich bringen kann.“
„Du willſt damit doch wohl nicht
vor dem Tage, welcher noch nicht zu grauen an 3
el Arvid ein.„In ſolchem Fall geſchähe es wohl kraft deiner
Eigenſchaft als Arzt?“. „Ein Arzt räth, aber warnt ſelten.“
„Nun, was könnte dann Mathilde von der Zukunft zu
fürchten haben?“ „Ah, ſie und ihr Mann warten auf einen großen Reich⸗
geben könnteſt, deſſen Arvid ſie beraub


