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Er hatte auch eines ſchönen Tages die erfreuliche Entdeckung ge⸗
macht— ich denke gegen eine ſchöne baare Erkenntlichkeit an Sjöqviſt, welcher beſtimmt die Hand dabei im Spiele hatte— daß Dagmar ſechs Wochen vor des Oberſts Ehe mit ihrer Mutter geboren war, und ſomit nach dem ſtrengen Buchſtaben des Fideikommißbriefes ihres Rechtes auf das Beſitzthum verluſtig ging, welches nach des Oberſts Tod, ſofern derſelbe aus ſeiner gegenwärtigen Che keine Kinder bekommt, an Broolind fallen muß.
„Derſelbe ſcheint gerade kein Geheimniß daraus gemacht zu haben, daß er bei Onkel Björnſtams Tod mit Anſprüchen auf Haraldshof aufzutreten beabſichtigte. Genug, es gelangte ſchnell zu des Oberſts Ohren, und eines ſchönen Tages vernahmen wir, daß der Oheim nach Eriksdal, einem kleinen Gute, welches er zum künftigen Wittwenſitz für Majken gekauft hatte, übergeſiedelt ſei. Dort führt er das einfache Leben eines Landwirths. Dis⸗ ponent über das Hüttenwerk von Haraldshof bin ich, wie Du weißt, und die Ländereien ſind verpachtet an— Broolind, welcher einen Flügel bewohnt. Ueber die andern Theile des Gebäudes hat er kein Verfügungsrecht.“
„Aber warum verpachtete der Oheim das Gut an Broolind?“ fragte David.
„Dieſe Frage vermag Niemand außer ihm ſelbſt zu beant⸗ worten. Er bot Broolind den Pacht an, und da derſelbe ſehr vortheilhaft ſein mußte, zögerte jener natürlich keinen Augenblick. Als der Kontrakt unterſchrieben wurde, äußerte der Oberſt gegen ſeinen Schweſterſohn, Du erhältſt nun ſelbſt die Bewirthſchaftung der Ländereien, in deren Beſitz Du nach mir zu gelangen hoffſt;
ſie können nicht wohl beſſern Händen, als denen des künftigen
Eigenthümers anvertraut werden.“
Es trat eine Pauſe ein. David verſank in Gedanken und Georg ſah ganz ernſt aus. Dan Komnit ihr, Du und Broolind, oft zuſammen?“ fragte
avid.
„Nein, ich weiche ihm aus und bin, ſeitdem er ſeinen Wohnſitz in Haraldshof hat, noch nicht über ſeine Schwelle gekommen.“ „Und warum?“


