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auf dem Hüttenwerk biſt, und während der Zeit, da ich im Au te, täglich und ſtündlich mit den Björnſtams in Be⸗
lande leb rührung kamſt, mußt auch von Allem Kunde haben, was ſich zugetragen hat.“
„Ich will Dir mittheilen, was ich weiß,“ ſagte Georg,„aber ich fürchte dennoch, daß Dir die Sache dadurch nicht viel klarer
werden dürfte. Ein Geheimniß liegt unter dieſem allem verbor⸗
gen, und der Oberſt hat allein Kunde davon, obwohl er gegen Niemand ſich darüber ausſprechen will. Ich habe zuweilen, wenn er ſich allein glaubte, ihn für ſich hinmurmeln gehört:„Ein
einziges kleines Papierſtück, und Dagmars Recht wäre an den
Tag gebracht.“ „Was kann das für ein Papier ſein?“ fragte David. „Das habe ich nicht ausfindig machen können.“ „Dann wollen wir uns auch nicht damit beſchäftigen, ſondern zu dem, was geſchehen iſt, übergehen.“ „Wie Du weißt,“ begann Georg wieder,„hat Broolind immer
ſich mit dieſem oder jenem viel Arbeit und Mühe gemacht. Man
brauchte nicht ſehr ſcharfſinnig zu ſein, um zu bemerken, wie er förmlich auf der Jagd nach Geheimniſſen war; endlich ſollte es ihm gelingen, etwas aufzuſchnappen, was ihm ſelbſt oder einem andern Vortheil bringen konnte. Anfänglich waren es Onkel Wilhelms Frau und Kind, welche ihm ſo viel Kopfzerbrechens
machten. Aber dießmal gelang es ihm doch nicht, durch die bloße
Kraft ſeines Willens Perſonen hervorzuzaubern, von welchen Nie⸗ mand außer ihm eine Ahnung gehabt hatte. Aber„anhaltender Fleiß überwindet Alles“. Während ſeiner Nachforſchungen, wobei er nicht einmal die Kirchenbücher in Ruhe und Frieden ließ, be⸗ kam er zu wiſſen, daß Dagmar nicht in Schweden getauft war. Dieſe Umſtände, ſammt verſchiedenen kleinen Beſonderheiten während ihrer ſpätern Jahre, da ſie wie eingeſchloſſen gehalten und vor
8 Dienern nicht ſichtbar wurde, mit Ausnahme von Frau Thorén und der engliſchen Amme, welche ſpäter in ihre Heimath zurück⸗
geſchickt wurde, brachte wohl den ſchlauen Broolind auf den Ge⸗ danken, daß das Mädchen früher, als man angegeben, zur Welt gekommen wäre. Nun befand er ſich ſo recht in ſeinem Elemente.


