Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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Mörder hindeutete. Den Flecken, welcher dadurch auf meine Chre geworfen wurde, hat die Zeit nicht zu verwiſchen vermocht. Nicht zufrieden damit, beginnt ſie jetzt, nachdem ſo viele Jahre vergangen ſind, neue Geſchichten aufzubringen, um dadurch an mir Rache zu nehmen, daß ich Wilhelm überlebte und beerbte. Mag ſie meinetwegen eine ganze Familie aufſtellen, welche mei⸗ nem Bruder gehören ſoll, ich fürchte dennoch nicht, es werde ihr der Beweis gelingen, daß er einen einzigen Abkömmling hinter⸗ laſſen hat, welcher mir mein Recht ſtreitig machen kann.

Der Oberſt übergab David ein kleineres Papierſtück.

David durchging das Schreiben. Der junge Mann war ſehr bleich, als er äußerte:

Hieraus ergibt ſich indeſſen, daß Wilhelm Björnſtam eine Tochter hinterlaſſen hat, und obwohl Sie, Oheim, ſicherlich zu dem Fideikommiß berechtigt waren, ſollte....

Sollte Wilhelms Tochter dennoch einen gewiſſen jährlichen Unterhalt davon genießen, ſo lang ſie unverheirathet iſt. Das war es, was Du ſagen wollteſt. Aber dazu iſt erforderlich, ſetzte der Oberſt hinzu, ohne Davids Antwort abzuwarten,daß ſie in geſetzlicher Ehe geboren war, und das iſt noch nicht an den Tag gebracht. Hier redet mein Bruder nur von ſeinem kleinen Mädchen. Der Brief iſt, wie Du an Jahreszahl und Datum finden kannſt, den Tag vor Wilhelms Tod und zwar an eine Mrs. Dowſon geſchrieben, in deren Pflege das Kind über⸗ geben worden war.

Geſtatten Sie mir eine Frage: iſt Wilhelm Björnſtam ver⸗

heirathet geweſen oder nicht?

Laß uns annehmen, daß er es geweſen, aber unter ſolchen Verhältniſſen, daß die Ehe ſich nicht beweiſen läßt.

In dieſem Fall bleibt es eine moraliſche Pflicht, welche....

Ich nicht erfüllt habe? Du kannſt dich darüber aus dem Inhalt dieſes Schreibens belehren, fuhr der Oberſt fort, und überreichte David ein weiteres Papier;dann glaube ich, daß wir von dieſem unangenehmen Gegenſtand ablaſſen können. Der Merf ging aus dem Kabinet und blieb vor dem Ofen