Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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Dank! ſtammelte David. Nur wenige Worte wurden gewechſelt, und nur eine kurze

Weile blieb Majken im Krankenzimmer. Als ſie aus demſelben herauskam, war ihr Angeſicht ruhig, obwohl von Thränen feucht.

David iſt vollkommen beim Bewußtſein, ſagte ſie,und wir können das Beſte hoffen. Majken ſprach die Wahrheit. Die Gefahr war vorüber.

David kehrte zu Leben und Geſundheit zurück. Er war jung, und als das Fieber aufgehört hatte, ging es

ſchnell mit der Geneſung.

Chriſtoph war während der ganzen Krankheit deſſelben außer ſich geweſen und hatte in unermüdetem Eifer mit Frau Waldner und Georg die Sorge für David getheilt. Seine Freude, als es mit David ſich zur Beſſerung wandte, war ebenſo groß als ſein Kummer zur Zeit der Krankheit.

Es war ein allgemeines Freudenfeſt zu Aengsberga, als David zum erſten Mal den Salon mit dem Krankenzimmer ver⸗ tauſchte. Dagmar war da und nahm Theil an der Freude, welche ſich auf jedem Angeſicht wiederſpiegelte. Sie war nicht die am mindeſten Beglückte. 3

XXX.

Die angehäuften Schneemaſſen begannen vor den milden

Strahlen der Sonne zu ſchmelzen. An einem wirklichen Frühlingstage im Monat März langte t unverſtellter Freude von

David in Haraldshof an, wo er mi Dagmar empfangen wurde. Sie wollte ihn im Triumph zu Maj⸗

ken führen; aber David erklärte beſtimmt, ſeine Zeit geſtatte dieß nicht; er war nur gekommen, um den Oberſt zu ſprechen. Dagmar mußte ihm ſomit ſagen, daß der Vater in ſeinem Zimmer wäre. David begab ſich ſogleich dahin. Ah, Du biſt es, rief der Oberſt, trat.Willkommen wieder zum Leben! Ich habe Ihnen für alle Theilnahme zu danken, Oheim,

als der Jüngling ein⸗