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haben Sie hiedurch nicht Ihrem Sohn gegeben? Sie haben ihm bewieſen, wie leicht es geht, ſein Wort zu brechen. Thun Sie ſofort das nicht, was ich von Ihnen verlange, ſo übe ich durch⸗ aus kein Erbarmen gegen Ihren Sohn. Enthalten Sie ſich jeder Berührung mit der Oberlandrichterin und dem Lieutenant Broo⸗ lind. Verlaſſen Sie dieſe Gegend, ſiedeln Sie ſich fern von hier an, damit Sie nicht in Verſuchung geführt werden, weitere Streiche zu begehen, und Ihr Sohn ſoll dann wohl werden, was Sie in ihm zu ſehen wünſchen. Findet ſich Jemand, der durch den Oberſt zu Schaden gekommen iſt, ſo ſoll das wieder gut ge⸗ macht werden, aber ohne Skandal oder Ihre Einmiſchung. Geben Sie wohl auf Ihr Thun Acht und reiſen Sie ſogleich von
„hiir ab.“
Eine Stunde nach dieſer Unterredung hatte Sjöqviſt Ha⸗ raldshof verlaſſen.
Am Morgen gab es große Aufregung im Schloſſe. Der Oberlandrichterin waren einige wichtige Briefe geſtohlen worden. Sie hatte ſich mit dem Oberſt nach der Entdeckung des Diebſtahls eingeſchloſſen. Die Unterredung zwiſchen Mutter und Sohn dauerte zwei Stunden, und ſchloß damit, daß die Oberlandrichterin Ha⸗ raldshof verließ.
Als der Oberſt ſich ſeinen Gäſten wieder zeigte, war er ruhig und ſah aus, als ob nichts geſchehen wäre.
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XXIX.
Am Neujahrstage war zu Aengsberga großes Gaſtgebot zu Chren der Neuvermählten. 4
David hatte bereits am vorangehenden Tage ſich unwohl gefühlt, und als das Mahl vorüber war, konnte er nur mit Mühe ſo viel Kräfte ſammeln, daß er von dem Tiſche aufſtehen und Dagmar den Arm zu bieten vermochte. An der Thüre des Vorzimmers wankte er und fiel darauf beſinnungslos zu Boden.
Endlos lang waren die Tage, welche nun folgten. Die arme Mutter wachte mit Verzweiflung im Herzen an ihres Soh⸗ nes Krankenlager. David hatte ſich ein ſchweres Nervenfieber


