Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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Sie klärten mich ſelbſt darüber auf, Tante, daß er im Dienſte von Wilhelm Björnſtam geſtanden.

Warum haſt Du ihn entfernt? fragte Frau Björnſtam.

Aus dem einfachen Grunde, weil er nicht zur Hochzeit ge⸗ laden war.

Nun, wo iſt er jetzt?

In meinem Zimmer, in Geſellſchaft von Chriſtoph Alm.

Schicke den Jüngling fort; ich muß unter vier Augen mit dem Mann ſprechen.

Beſte Tante, ich habe Alm verſprochen, ihn ungeſtört mit Sjögviſt reden zu laſſen..

Die Augen der Oberlandrichterin ſprühten Feuer.

Es beliebt Dir, Spaß mit mir zu treiben? rief ſie.

Durchaus nicht; aber ich halte mich durch mein Verſprechen gebunden. Wünſchen Sie mir etwas Anderes zu ſagen, Tante?

Nein, Du kannſt gehen.

David verbeugte ſich und eilte fort.

Die alte Dame warf ſich auf einen der Sopha's, indem ſie murmelte:

Es gibt nichts, was mich abhalten kann, den Verbrecher zu ſtrafen.?

XXVII.

Mehrere von den Hochzeitsgäſten, welche keine Aufforderung erhalten hatten, in Haraldshof zu übernachten, waren abgereist und wollten ſich am folgenden Tage wieder einfinden, um den Ball mitzumachen, welchen die Neuvermählten gaben. Frau Waldner und ihre Söhne waren jedoch unter denen, welche blieben; der Oberſt hatte Frau Waldner überredet, bis über Neujahr in Haralds⸗ hof zu Gaſt zu bleiben.

David war am folgenden Morgen frühzeitig in Bewegung und begegnete, als er ſein Zimmer verließ, Dagmar, welche ihm mit unruhigem Ausſehen entgegenkam.

Gott ſei gelobt, daß ich Dich treffe, rief ſie;ich befand mich in großer Sorge. 3