Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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dieß übernehmen. David ſtellte ſich indeſſen, den bedeutungsvollen Blick nicht, ſondern blieb ſitzen. Als kurz darauf eine Magd durch den Gar

aber woran ſie jetzt ebenſo feſt, wie an die Unveränderlichkeit ihrer Gefühle glaubten.

Welches herrliche Alter, wenn man

Alles glaubt, was das Herz wünſcht, und noch keine Erfahrung ſelbſt von ſeiner eigenen Veränderlichkeit hat!

David und Mathilde hatten eben die Ringe gewechſelt, als die Gitterthüre aufging und ein junger Mann eintrat.

David warf einen mißvergnügten Blick auf den Fremden, welcher ſie zu ſtören kam, gerade da ſie die herrlichſten Luft⸗ ſchlöſſer für die Zukunft bauten.

„Arvid Broolind,“ ſagte Mathilde und ihre Wangen wur⸗ th.

„Warum errötheſt Du?“ fragte David, welcher im Stillen ſehr lebhaft den Lieutenant dahi

er Lieutenant grüßte vertraulich herablaſſend, wie ein Mann einen jungen Burſchen grüßt, und eilte dann auf Ma⸗ thilde zu.

Er war gekommen, um Erkundigung einzuziehen, wie ſie ſich nach der Ausfahrt von geſtern befände. Auch wollte er hören, ob die Tante und Mathilde im Sinne hätten, zum Geburtstage der Probſtin ſich im Pfarrhofe einzufinden u, a. m.

David fiel es ſchwer, all den Verdruß zu verbergen, welchen

rvids vertrauliches Benehmen gegen Mathi

Broolind erkundigte ſich allerdings nach T

ſſ fwartung machen könnte; aber ließ er ſich keine Mühe dauern, Mathilde davon abzuhalten, der Tante von ſeiner Ankunft Mittheilung zu machen. Er verſicherte, daß er ſelbſt im Sinne habe, ſie aufzuſuchen; aber abei ſah er David an, als wollte er ihm damit ſagen, er ſolle

als verſtände er

ten ging, rief er dieſelbe herbei