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„Es iſt ein ſchöner Innge,“ meinte Ring.
„Nicht nach meinem Geſchmack; ſein Ausſehen iſt allzu weichlich.“
„Er iſt ja erſt ſiebzehn Jahre alt.“
„Glücklich für ihn, daß er nicht älter iſt.... aber, die Wahrheit zu ſagen, da kommt Jemand, der mich viel mehr intereſſirt.“.
Rings Blicke richteten ſich auf einen herankommenden Wagen. Es war Oberſt Björnſtams kleine Jagddroſchke.
Der ehrliche Polizei⸗Inſpektor murmelte etwas zwiſchen den Zähnen, was Majken nicht verſtaud. Der Wagen des Oberſts fuhr in den Hof herein.
„Er kommt hieher,“ rief Majken;„was kann er wollen? Vielleicht hat er im Sinne, uns nach Haraldshof einzuladen.“
„In dieſem Fall kommen wir nicht,“ antwortete Ring mit Beſtimmtheit.—
„Aber warum?“
„Haraldshof iſt ein Ort, welchen ich, außer wenn der Dienſt
mich dazu nöthigt, niemals beſuche.“
Eine Magd nahte.
„Nun, Onkel, ſollſt Du Erlaubniß haben, deinen Gaſt zu empfangen; Du ſiehſt wohl, daß Kajſa im Anzug iſt, deſſen An⸗ kunft Dir zu verkündigen.“
Majken irrte ſich indeſſen; es war nicht der Polizei⸗Inſpektor, wachen der Oberſt ſuchte; er wünſchte mit Mamſell Majken zu prechen.
Der alte Ring ſah verdrießlich aus, als Majken hinwegeilte, um zu erfahren, was der reichſte Mann der Gegend ihr wohl zu ſagen hätte.
Sie fand in dem kleinen Saale den Oberſt, welcher bei ihrem Eintritt ihr ſehr artig mit den Worten entgegenkam:
„Verzeihung, wenn ich ſtöre, da ich um meiner Tochter willen um eine Unterredung mit Ihnen anſuchte. Die Probſtin Wendius hat mir nämlich geſagt, daß Sie nach einer Stelle als Lehre⸗
rin trachten, und da ich mit Nächſtem eine Reiſe ins Ausland zu
unternehmen beabſichtige, ſo wäre es mein Wunſch, wo möglich


