Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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chwätz; deine Stunde wird 44

„Bah, das iſt eitel leeres Geſ auch ſchlagen, Majken, mein Kind, und dann.... illſt Du ſagen.

elt mich verlieben, wi Ich habe einen andern

ßig reich werden.“

„Werde ich ganz verzweif Den Tag erlebſt weder Du noch ich. Zweck; ich möchte... reich, unmä „Die Sorge würde dennoch Dich zu finden wiſſen,“ fiel Ring ein,„und erreichteſt Du auch, wornach Du ſtrebſt, könnteſt Du dich dennoch unglücklich fühlen. Wer weiß, in welcher Ge⸗ ſtalt das Leiden Dich aufſuchen mag! Vielleicht dürfte das Herz ſeine Stimme erheben und eine Glückſeligkeit begehren, welche Du um all dein Gold nicht zu erkaufen vermöchteſt.“

„Ich habe den Gefühlen den Abſchied gegeben, Onkel, und werde nur für zweierlei Zwecke leben: Gutes zu thun und meine Eitelkeit zu befriedigen.“

„Ohne Liebe?“

„Dieſer habe ich meine Thüre verſchloſſen. Die Liebe führt

o viele Beſchwerde mit ſich, und Lieben iſt gewiß die größte Thorheit auf unſerer thörichten Erde. Wäre ich nur reich, ſo ſollte es für den Kummer keine Geſtalt geben, unter welcher er mich aufſuchen könnte.— Aber ſtill, was iſt das? Es kommt

Jemand hergeritten.“ 3 Majken bog die Zweige eines Buſches, welcher die Ausſicht hemmte, aus einander und ſchaute auf die Landſtraße hinaus. Ein Reiter wurde ſichtbar. Er ritt ſchnell, bis er in die Nähe von Falknäs gekommen war; dann hielt er ſein Pferd an und ließ es im Schritte gehen. Majken 309 die Hand von den Zweigen zurück und ſie ſchlugen wieder zuſammen. Die Augen des Rei⸗ ters richteten ſich nach dem Garten, als ob er zwiſchen dieſen Büſchen und Blumen irgend einen beſtimmten Gegenſtand zu cht hätte. Es lag viel Neugierde in dem Ge⸗ der Hecke vorüber kam, hinter welcher

Majken ſaß. Als er fort war, äußerte ſie:

„Das war ja ein Sohn der Frau zu Aengsberga?“

„Ja, der ältere, David; Du haſt ihn früher einmal geſehen.“ „Ja, aus der Ferne, und da vermochte ich ſeine Geſichts⸗

züge nicht zu unterſcheiden.“

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