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mar um, welche ganz ungenirt ihren Arm in den des Vaters legte und ſehr lebhaft mit ihm redete. Der Oberſt lachte. Vater und Tochter näherten ſich Majken.
Der Oberſt begrüßte artig das junge Mädchen, ſagte ihr ei⸗ nige verbindliche Worte und verſicherte, er würde ungemein be⸗ dauern, wenn ſeine Ankunft ſie davon abhielte, ihre Abſicht zu erfüllen und„das alte Rattenneſt“ inwendig zu beſehen.
Oberſt Björnſtam beſaß die glückliche Gabe, durch ſeine an⸗ genehmen Manieren allen Zwang zu verjagen und Vertrauen einzuflößen. Artig und zuvorkommend, wußte er ſeine Artigkeit dennoch von jedem Anſtrich der Galanterie frei zu erhalten.
Als er Majken bat, ſich von der Beſichtigung des Innern von Haraldshof nicht abſchrecken zu laſſen, geſchah dieß auf eine ſolche Art, daß dieſe ſogleich einſah, eine Weigerung würde un⸗ höflich ſein. Sie folgte ſomit Dagmar und dem Oberſt. Sie⸗ kamen in einen Saal mit Wandgetäfel von Eichenholz, hohen, alterthümlichen, mit dunkelgrünem Plüſch überzogenen Stühlen. Hier verbeugte ſich der Oberſt vor Majken und entfernte ſich durch eine Thüre zur Linken.
Dagmar erklärte,„der große Saal“ ſei eine langweilige Lo⸗ kalität, und beeilte ſich Majken hinwegzuführen. Sie wanderten zuerſt durch das ganze Erdgeſchoß, hernach durch die obern Stock⸗ werke, und nahmen endlich ihren Weg nach dem linken Flügel, wo Dagmar ihre Wohnung hatte.
In Dagmars kleiner Behauſung vergaß man die alten Mauern, ſo modern und den Anforderungen der Neuzeit ent⸗ ſprechend erſchien die Einrichtung. Es war ein entzückendes Heimweſen für eine junge Frau.
Majken ſeufzte und dachte an ihre eigene kleine anſpruchs⸗ loſe Kammer zu Falknäs. Der Wunſch ſchlich ſich bei ihr ein, allen dieſen Reichthum den ihrigen nennen zu dürfen. Die gegen⸗ wärtige Beſitzerin davon, das elfjährige Kind, bot ihr einige Er⸗ friſchungen an und unterrichtete ſie davon, daß der Vater Befehl gegeben habe, ſie in einer von ſeinen Equipagen nach Falknäs zu führen.
Dagmar gedachte ſie zu begleiten.


