Teil eines Werkes 
38. Band, David Waldner : Roman : 1. Theil (1867)
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der Stirne des erſ

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Der Lieutenant wandte ſich ſogleich an Ring, um ſich zu er⸗ kundigen, um welche Zeit er denſelben am ſicherſten zu Hauſe treffen könnte. Es war etwas ganz Beſonderes, worüber er, ſeiner Aeußerung nach, mit dem Herrn Kommiſſär zu ſprechen wünſchte.

Dem Anſchein nach ganz gleichgültig gegen das, was der Lieutenant redete, wandte ſich der Oberſt an Majken. Er ſprach von der Naturſchönheit der Gegend, von Aengsberga, gegen welches er ſcherzhafter Weiſe eine Antipathie zu haben behauptete, und von Haraldshof, welches, wie er meinte, zu einem Ruheſitz für einen alten Soldaten ganz paſſend war, u. a. m.

Majken kam der Oberſt als ein ausgezeichnet angenehmer Mann vor. Als ſie und ihr Oheim ſich von den beiden Herren trennten, dachte Majken:

Iſt der Oberſt ein herzloſer Deſpot, ſo erſcheint er wenigſtens ſeinem Benehmen nach ſehr angenehm, und ich empfinde ganz

und gar keine Abneigung gegen ihn, obwohl ſeine Frau ſich er⸗

tränkt hat.

Ring und Majken gingen ſchweigend ihres Wegs weiter. Auf

ſtern lagerte eine Wolke und ſeine Augenbraunen

waren zuſammengezogen. Nach einer Weile äußerte Majken:

Es iſt ganz entſetzlich, wie ſtreng Du ausſiehſt, liebſter Onkel. Hat denn der junge Krieger etwas geſagt, was Dich in üble Stimmung verſetzte?

Ich möchte wünſchen, wir wären nicht mit dem Oberſt zu⸗

ammengeſtoßen, ſondern ich hätte in ungeſtörter Ruhe der Freude unende derh. 9 genießen können, Dich hier zu haben, antwortete Ring.Der

Oberſt und ſein Neffe haben mir Ereigniſſe in's Gedächtniß zurück⸗

gerufen, an welche man mit nichts weniger als behaglichen Empfindungen denken mag.

Lieber, lieber Onkel, erzähle mir dieſe Ereigniſſe, rief Majken;Du ahnſt nicht, wie Alles, was das alte Schloß be⸗ trifft, mich intereſſirt.

Wirklich! Ring ſchaute mit mißvergnügter Miene ſeine Nichte an.Nun, wie gefällt Dir denn der Oberſt?

Sehr!