zehnte, welche vergangen ſind, ohne daß ich dieſelbe wiederſah, haben meinem Vaterlande mich entfremdet.— Hier iſt es indeſſen ganz herrlich,“ ſetzte Majken hinzu und ſchaute ſich ringsum. „Das möchte ich ganz ergebenſt glauben,“ fiel der Oheim ein, während er eine Schnupftabaksdoſe herauszog und eine ge⸗ waltige Priſe nahm;„Du wirſt überdieß, was den Bauernſtand betrifft, in ganz Schweden ſeines Gleichen vergeblich ſuchen. Das kann ich in meiner Eigenſchaft als Oberpolizeibeamter der Krone am beſten beurtheilen.“. „Iſt wirklich die Bauernſchaft ſo ausgezeichnet?“ fragte Majken lächelnd.„Nun, da werden die Herrenleute ganz unvergleichlich ſein.“ „Ei was! Mir gefallen die Bauern beſſer, wenigſtens finden ſich hier einige ſogenannte Herren, für welche ich nicht viel geben möchte.“ „Da ſind ſie wohl keine geborne Oſtgothländer?“ fiel Majken mit etwas boshaftem Tone ein. „Ja, leider, ſind ſie's.“ 2 Es trat eine Pauſe ein. 3 Wir benützen dieſe Gelegenheit, um unſern Leſern die beiden hier redenden Perſonen mit Namen zu bezeichnen. Sie waren Johann Ring und ſeines verſtorbenen Bruders einzige Tochter. Majken Ring war kürzlich nach Oſtgothland gekommen, um ihrem Oheim, dem Hofgerichtskommiſſär, welcher Junggeſelle war und beinahe ſeit dreißig Jahren als Polizei⸗Inſpektor der Krone die Ordnung im Bezirke von Oedesbro aufrecht erhalten hatte, einen Beſuch zu machen. Nachdem Ring und Majken lange Zeit ſchweigend die Land⸗ ſchaft betrachtet hatten, äußerte die letztere:— „Nenne mir die Namen der Beſitzungen, die man hier ſieht.“ „Du meinſt dieſe dort?“ Ring deutete dabei zuerſt nach Oſten und dann nach Weſten. „Ja wohl.“. „Das hier“(und er zeigte hiebei oſtwärts)„iſt, wie Du ſehen kannſt, ein alter, adeliger Herrenſitz und hat ehemals den Namen einer Burg geführt. Es gehörte dem jetzt ausgeſtorbenen vrſchen
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