Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Der Vicomte war, ohne Zweifel in Folge des Schmerzes, ohnmächtig geworden.

Wilhelm ergriff eine der herabgefallenen Hände; ſie war kalt. Er beugte ſich über den Ohnmächti⸗ gen nieder, nahm ihm den Hut ab, welcher über das Geſicht hereinhing, und löste die Binde ab, welche über das Auge hereingedrückt war.

Als Wilhelm ſie ſachte abgenommen hat und auf die bisher dahinter verborgenen Züge ſchaute, ſtieß er einen Ruf der Beſtürzung aus.

Wurde er von einer Sinnentäuſchung geneckt, oder gab es zwei Weſen mit denſelben Geſichts⸗ zügen.

Wilhelm faßte mit beiden Händen den Kopf des Vicomte und ſtarrte dieſes unvergeßliche Geſicht an, während er mit einer Miſchung von Schmerz und Freude murmelte:

O, mein Gott, Eſtelle!

XXXV.

Die Zeit hatte den holden Mai und einen Theil des lächelnden Juni mit ſich hinweggeführt, ehe Eſtelle von Eſtrier das Schmerzenslager verließ, das ihr in Broby angewieſen worden war. Die Verletzungen am Kopfe waren von ſehr geſährlicher Beſchaffenheit geweſen.

Wie eine glückliche, liebevolle Mutter war die Freifrau an ihrem Krankenbette geſeſſen und hatte ſie mit unermüdlicher Theilnahme gewartet und ge⸗ pflegt, wohl wiſſend, daß dieſe aus heißern Zonen