Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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nächſten Augenblick vor dem Vicomte, welcher unbe⸗ weglich, das Geſicht in ſein blutbeflecktes Taſchen⸗ tuch verborgen, daſaß.

Erlauben Sie, Vicomte, daß ich Ihnen beiſtehe. Mein Wagen wird Sie in wenigen Augenblicken an einen Ort bringen, wo Sie ärztliche Pflege erhalten können, ſagte Wilhelm.

Bei dem Ton dieſer Stimme zuckte der Vicomte zuſammen, aber ohne ſein Geſicht aus dem Taſchen⸗ tuch zu erheben. Wilhelm bemerkte dieſe Bewegung und ſetzte hinzu:

Seien Sie verſichert, daß ich es als eine hei⸗ lige Pflicht anſehen werde, Ihnen ſchleunige Hülfe zu verſchaffen.

Mit dieſen Worten und ohne eine Erwiederung abzuwarten, hob Wilhelm den Vicomte von der Stelle, wo er ſaß, auf und trug ihn zum Wagen. Es war zum zweiten Mal, daß er den kleinen Fran⸗ zoſen in ſeinen Armen hielt. Ein ſchmerzlicher Seuf⸗ zer entſchlüpfte dem Vicomte. Das Geſicht hatte er immer noch mit dem Taſchentuch bedeckt.

Nachdem Wilhelm ihn behutſam in eine Wagen⸗ ecke geſetzt hatte, ſprang er ſelbſt in den Wagen und befahl dem Kutſcher, nach Broby zurückzufahren.

Nein, nicht dahin! murmelte der Vicomte.

Der Kutſcher knallte mit der Peitſche, und der Wagen rollte davon. Bei der Bewegung, die da⸗ durch verurſacht wurde, ließ der junge Mann einen halberſtickten Klageton vernehmen. Dann fielen die Hände nieder, welche das Taſchentuch hielten. Der Kopf ſenkte ſich auf die Bruſt. 175

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