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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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lieber Flügel hätten, warf einen ungeduldigen Blick durch das Wagenfenſter, um zu ſehen, was dieſen Aufenthalt verurſachte.

Es war ein umgeſtürzter Reiſewagen, welcher mitten auf der Straße lag. Neben demſelben ſtan⸗ den ein Diener und ein Vorſpannbauer. Etwas weiter hinweg ſaß ein ſchmächtiger junger Mann auf einem Stein. Er hatte den Kopf auf die Hand geſtützt. Eine weiße, hie und da mit Blut befleckte Binde umſchloß ſeine Stirne.

Wilhelm rief ſogleich ſeinem Diener zu, die Wa⸗ genthüre zu öffnen; aber ehe dieſer damit fertig wurde, eilte derjenige, welcher neben dem zertrüm⸗ merten Wagen ſtand, auf Wilhelm zu und ſagte, indem er den Hut abnahm, in ſchlechtem Schwediſch:

Euer Gnaden, unſere Pferde ſind ſcheu gewor⸗ den, unſer Wagen iſt zerbrochen, und mein Herr ſo übel zugerichtet, daß er ärztlicher Hülfe bedarf. Wollten Sie nicht die Güte haben, ihm einen Platz in Ihrem Wagen bis zum nächſten Gaſthauſe, das nur eine halbe Stunde Wegs von hier entfernt iſt, einzuräumen? Wir ſind kaum vor einer Viertel⸗ ſtunde von dort abgegangen.

Bei dem erſten Blick auf das Geſicht des Die⸗ nedn ſchien Wilhelm überraſcht; er murmelte bei ſich elbſt:

Der Diener des Vicomte von Outrouville! Dem intriguanten Franzoſen ſoll ich alſo Beiſtand leiſten. Um ſo beſſer! Ich finde ſomit Gelegenheit, ſeinen Betrug durch einen Dienſt zu lohnen.

Ohne dem Bedienten eine Antwort zu geben, ſprang Wilhelm aus dem Wagen und ſtand im

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