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Nacht erkrankt, und das Erſte, was ihm zu Ohren kam, als der Tag graute, war die Nachricht davon.
Tage und Wochen hielten ihn kindliche Liebe und Pflicht an dem Krankenbett der Mutter zurück, und erſt einen Monat nach Empfang von Luciens Brief war die Freifrau ſo weit wieder hergeſtellt, daß Wilhelm an die aufgeſchobene Reiſe denken konnte.
An einem ſchönen Abend im Mai ſagte er auch ſeiner Mutter, welche nun völlig geneſen war, Lebe⸗ wohl— und ſtieg in den Reiſewagen, der ihn an der Treppe erwartete. Nachdem er der Mutter, welche an einem der hohen Fenſter ſtand, noch einen letzten Abſchiedsblick zugeworfen hatte, eilten die muthigen Roſſe mit ihm davon.
Am Ende der Allee, welche auf die Landſtraße führte, ſtolperte eines der Pferde und ſtürzte. Das edle Thier hatte ein Bein gebrochen.
Wilhelm mußte aus dem Wagen ſteigen und nach dem Hofe zurückkehren, wo er Befehl gab, ein paar andere Pferde vorzuſpannen.
Der Inſpektor wagte die Bitte, der gnädige Herr Baron möchte die Reiſe auf den folgenden Tag verſchieben, da der Unfall mit dem Pferde ein böſes Vorzeichen wäre; aber Wilhelm achtete nicht auf die Worte des Alten. Eine halbe Stunde ſpäter, nachdem die Sonne ihr Auge geſchloſſen hatte, rollte der Wagen des Barons wieder die Allee hinab und bog in die Landſtraße ein.
Er war jedoch nicht viel weiter als eine halbe Stunde gekommen, als der Kutſcher plötzlich die Pferde anhielt. Wilhelm, welcher wünſchte, daß ſie
Schwartz, Wilhelm Stjernkrona. II. 17


