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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Wenn die Sonne ihre Strahlen auf St. Vin⸗ cent warf, ſtand ihr frei, zu thun, was ihr beliebte. Eine Stunde ſpäter ſtand ich in meines Bru⸗ ders Zimmer. Ich kam zu ihm, um die Erlaubniß

zu bitten, St. Vincent zu verlaſſen und mit demſel⸗

ben Fahrzeug, das von Martinique angelangt war, mich dorthin zu begeben. Er ſchien durch dieſes mein Begehren freudig

überraſcht, und ohne irgend nach der Urſache meines

Wunſches zu fragen, willigte er ein, jedoch mit der ausdrücklichen Bedingung, daß Aſthons Bruder, der Neger Zamore, mich begleiten ſollte. Ich bat hier⸗ auf Charles, Niemand, nicht einmal Aſthon eher Etwas von meiner Abreiſe wiſſen zu laſſen, als bis ich fort wäre. Er verſprach mir auch dieſes.

Während unſeres kurzen Geſpräches lag Char⸗ les auf dem Sopha in ſeinem Schlafzimmer und rauchte. Auf ſeinem Nachttiſch ſtand ein großes Glas Limonade, ſein gewöhnliches Getränke, ehe er ſich zur Ruhe begab. Ich war im Zimmer auf und ab gegangen, und es gelang mir einmal bei einer Drehung, die ich machte, den Inhalt des Giftfläſch⸗ chens, das ich Eſtelle entriſſen hatte, in meines Bru⸗ ders Nachttrunk zu gießen. Ehe ich ging, rief er Zamore her und gab ihm einige Inſtruktionen. In demſelben Augenblick, da ich Charles Lebewohl ſagte, befahl er Zamore, ihm das Glas Limonade zu rei⸗ chen, und ich ſah ihn noch die Hälfte davon leeren.

Ein paar Stunden ſpäter, nachdem ich an Saint Sue und Eſtelle geſchrieben, verließ ich mit Zamore St. Vincent.

In meinem Briefe an Eſtelle ſagte ich ihr,