Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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getroffen wird, dann iſt es aus. Wohlan, Alice Harland iſt todt. Heute iſt mir die Nachricht davon zugekommen. Verſtehen Sie, Eſtelle, nachdem Sie heute den Verluſt ſeiner Liebe beweint haben, ſollen Sie morgen den Verluſt ſeines Lebens beweinen. Er darf nicht leben, dieſer Mann. In demſelben Augen⸗ blicke, da Sie es als einen Troſt anſahen, daß Sie mit dem Verluſt Ihres Friedens ihn gerettet hätten, war ſein Todesurtheil geſchrieben. Es gibt Nichts, was ihn dem Schickſal entreißen kann, das ich ihm beſtimmt habe. Selbſt die Bitten meiner Mutter, wenn ſie aus ihrem Grabe hervorſtiege, würden fruchtlos ſein. Ihre Tochter hat kein größeres Recht, glücklich zu ſein, als ich, ihr Sohn.

Die Scene, welche jetzt folgte, muß gräßlich ge⸗ weſen ſein. Zehnmal hätte Eſtelle Leben und Frie⸗ den darum gegeben, um Sie dem Tode zu entreißen. Sie bettelte, ſie raste, ſie beſchwor ihn, aber ver⸗ gebens. Charles' einzige Antwort auf alle dieſe Ausbrüche war ein Hohngelächter. Endlich verließ er ſie mit den Worten:

Beruhigen Sie ſich, Madame! Ich habe für ihn allein dieſelbe Sorte Gift aufgeſpart, womit Ihre Mutter meinen Vater tödtete!

Eſtelle wollte, als ſie allein war, zu Saint Sue eilen, um Sie durch ihn warnen zu laſſen; aber alle Ausgänge des Hauſes waren verſchloſſen, ſo daß Eſtelle, ich und alle zu unſerer beſondern Bewachung beſtimmten Sclaven eingeſchloſſen waren. In den Flügel zu gelangen, wo Sie und der Marquis wohn⸗ ten, blieb alſo unmöglich.

Als Eſtelle ihre gräßliche Erzählung geſchloſſen