Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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dem Wege zu räumen. Der Grund zu der Hand⸗ lungsweiſe von Charles war, wie ich glaubte, Ei⸗ ferſucht.

Sie verließen wieder Breſt. Wir ſchieden um uns niemals wieder zu ſehen ſo dachte ich. Aber mein Herz und meine ganze Seele folgten Ih⸗ nen. Ich liebte Sie mit derſelben Stärke wie Eſtelle that; aber während deren Gefühle gleich einer Feuerflamme einen Wiederſchein über ihr ganzes Weſen warfen, lagen die meinigen ſtumm und ver⸗ ſchloſſen in meiner Bruſt.

Sie kamen nach St. Vincent. Um Sie vor meines Bruders Haß zu retten, mußte ich Ihre Liebe mir zueignen. Sie wiſſen, wie das zuging.

Am Abend deſſelben Tags, wo wir eine Zu⸗ ſammenkunft mit einander gehabt hatten, rief mich Eſtelle zu ſich. Ich fand ſie beinahe wahnſinnig vor Verzweiflung. Mit feurigen Worten und Blicken ſchilderte ſie ihre Verzweiflung. Mein Herz ſtand mir ſtill. Es bebte vor all der Liebe und dem Schmerz zurück, wovon ihr Herz erfüllt war.

Nachdem ſie mit lebhaften Farben all das Schöne, wovon ſie geträumt, all das Bittere, das ſie erlitten, geſchildert hatte, theilte ſie mir mit, was zwiſchen ihr und Charles vorgefallen war.

Mein Bruder hatte ihr Erklärungen gemacht, über denen ihr das Blut zu Eis erſtarrt war.

Charles, der durch das Teſtament ſeines Vaters von Alice Harland, der einzigen Frau, die er je ge⸗ liebt hatte, getrennt worden war und überdieß in Erfahrung gebracht hatte, daß Eſtelle's Mutter als an meines Vaters Tod ſchuldig angeſehen wurde,