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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Herzog aus dem Wege geräumt habe, und daß daſ⸗ ſelbe Schickſal einen Jeden erwarte, der von Eſtelle geliebt würde.

„Lola ſchien durch die abſcheulichen Mittheilungen ihres Mannes nicht im Mindeſten betroffen, ſondern das Chepaar war vollkommen darin einig, meinem Bruder als Werkzeug für ſeine verruchten Rache⸗ plane zu dienen. Sie berechneten blos die Vortheile, welche ihnen daraus erwuchſen, wozu denn auch die Möglichkeit gehörte, aus der Sclaverei befreit zu werden.

„LCola legte vollſtändige Rechenſchaft von Allem ab, was Eſtelle im Laufe des Tages geſagt oder ge⸗ than hatte; Etwas, das Aſthon ſeinerſeits dem Gra⸗ fen mittheilen ſollte.

„Ich hatte ſomit die gräßliche Gewißheit davon, daß meiner Mutter Sohn ein Geſchöpf war, das auf die herzloſeſte Weiſe mit Menſchenleben ſpielte und Verbrechen als eine Lappalie betrachtete.— Von dieſem Augenblick an ſetzte ſich in meiner Seele eine tiefe Erbitterung gegen ihn und die ängſtliche Beſorgniß feſt, er würde früher oder ſpäter durch irgend einen Frevel den Namen, welchen er trug, beſchimpfen.

„Als Sie von Ihrer erſten Expedition nach Breſt zurückkehrten, laſtete dieſes Alles auf meinem Her⸗ zen. Ich bewachte alle Bewegungen von Charles; ich belauerte Aſthon und Lola, welche ſich jeden Aben auf dem Balkon trafen.

„Auf dieſe Weiſe hatte ich herausgebracht, daß die Einladung zum Diner, welche mein Bruder an Sie ergehen ließ, nur zum Zweck hatte, Sie aus