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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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„Nach dieſem Ereigniß wurde ich beſtändig von der Vorſtellung gequält, daß der Graf durch meines Bruders Sclaven Aſthon vergiftet worden ſei. Vor meinem Gedächtniß ſtand unaufhörlich ſeühe ſchwarze Hand, welche an des Grafen Teller rieb.

„Auf Eſtelle machte der Tod des Grafen einen ſehr ſchmerzlichen Eindruck. Sie verfiel einige Zeit in tiefe Schwermuth. Eines Tags äußerte ſie ge⸗ gen mich:.

„Lucie, ich habe Luſt, in ein Kloſter zu gehen! Dort muß ich wohl nicht mehr davon reden hören, daß Leute an Gift ſterben.“

„Einige Zeit darauf verließ Saint Sue Paris. Er begab ſich nach Breſt. Im Frühjahr reisten wir eben dahin. Es war meines Vaters Geburtsſtadt. Der Herzog** folgte uns. Die Aufmerkſamkeiten deſſelben fuͤr Eſtelle wurden von Tag zu Tag em⸗ ſiger.

„Wir hatten uns erſt einige Monate in Breſt aufgehalten, als wir Sie zum erſten Mal auf dem Ball des Grafen von Orvilliers ſahen. Dieſer Abend entſchied über das zukünftige Schickſal von Eſtelle und von mir.

„Ein paar Tage nach der Abfahrt des Geſchwa⸗ ders, welche wir in Begleitung des Herzogs mit an⸗ ſahen, ſtarb der Letztere.

„Eſtelle nahm dieſen Todesfall wo möglich noch ſchwerer auf, als den des Grafen. Auch über mein Gemüth legte ſich ein düſterer Schleier. Ein Arg⸗ wohn, gräßlich und marternd, verfolgte mich immer⸗ dar. Ich konnte mich des Gedankens nicht erwehren,