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geiſtreich, eignete ſich ausſchließlich Eſtelle's Auf⸗ merkſamkeit zu. Zu Anfang des Mahles bemerkte ich zum erſten Mal, daß meines Bruders Blick ihr unaufhörlich folgte.
„Hinter Charles' Stuhl ſtand wie gewöhnlich ſein ſchwarzer Diener Aſthon. Als die Vorgerichte ſer⸗ virt waren, ſah ich Aſthon hinter dem Stuhl des Grafen D. ſtehen. Dieß überraſchte mich. Er pflegte
ſonſt nie ſeinen Platz zu meines Bruders ſpecieller
Bedienung zu verlaſſen.
„Der ſchwarze Sclave hatte von dem erſten Au⸗ genblick an, da ich ihn ſah, meinen Abſcheu erregt. Ich konnte nicht ſagen, warum. Wenn ich ihn ſah, war es immer, als ob eine unwiderſtehliche Macht mein Auge an ihn feſſelte. Ich empfand Widerwil⸗ len und Verdruß bei ſeinem Anblick, aber ich konnte es nicht unterlaſſen, ihm mit meinen Blicken zu fol⸗ gen. So auch jetzt.
„Es ärgerte mich, daß er jeden Teller, welchen er dem Grafen D. hinſetzte, zuvor an ſeiner Hand rieb: Etwas das mir ſehr eckelerregend vorkam. Vor und nach einem jeden dieſer Manöver fuhr er mit ſeiner Hand in die Bruſttaſche.
„Das Mittagsmahl war zu Ende. Als Graf D. ſich erhob und Eſtelle den Arm bieten wollte, wurde er plötzlich ſehr bleich, ſtammelte einige Worte von einem heftigen Unwohlſein und entfernte ſich.
„Tags darauf war der Graf todt. Man flüſterte davon, als ob er vergiftet worden wäre; aber ein ſolches Gerücht ermangelte aller Wahrſcheinlichkeit, und ſeine Verwandten beerbten ihn, ohne ſich weiter darum zu bekümmern, wie er geſtorben war.


