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„Einen Augenblick, mein Herr, ehe wir ſcheiden. Was iſt Ihre Abſicht bei dieſem ſonderbaren Auf⸗ tritte? Sie ſollten ſich erinnern, daß ich gewiſſer⸗ maßen zu dieſer Frage berechtigt bin.“
„Marquis, ich will Ihre Frage durch eine an⸗ dere beantworten. Haben Sie unſere letzte Begeg⸗ nung zu Paris vor ſechs Monaten vergeſſen?“
„Ganz und gar nicht. Es war am Tage nach—“
„Sie brauchen nichts von dem zu wiederholen, was dieſelbe veranlaßte, ebenſo wenig was die Per⸗ ſonen betrifft, welche damit in Verbindung ſtanden, ſondern blos—“.
„Meines Verſprechens Ihnen gegenüber mich er⸗ innern,“ fiel der Marquis mit einer Verbeugung ein.
„So iſt es.“
„Nun wohl, mein Herr, Sie finden doch, daß ich daſſelbe gehalten, da ich im Laufe einer ganzen Stunde keinen Augenblick vergaß, was die Artigkeit erfordert. Aber, Vicomte, wir führen Krieg. Ich habe folglich das Recht, zu fragen: wird es eine ehrliche Fehde ſein, wobei blos unſer Leben als Einſatz dient, oder—“
„Das Menſchenleben iſt im Allgemeinen ein ſchlech⸗ ter Einſatz, Marquis, weil man, ſobald es zu Ende iſt, weder Etwas zu gewinnen, noch zu verlieren hat. Ich will darum ganz und gar nicht an Ihr Leben.“
Der Vicomte trat dem Marquis einen Schritt näher, legte ihm ſeine Hand auf die Schulter und fuhr in ſcherzendem Tone fort:
„Wäre es Ihr Leben, nach dem ich trachtete, ſo würden Sie niemals nach Schweden gekommen ſein.
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