Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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haſtig den Kopf und horchte.

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„Wage ich auszuſprechen,“ antwortete Saint Sue ruhig und ſah den jungen Mann feſt an; „aber Ihnen fehlt es an Muth, den Laut davon zu hören. Nun wohl, Vicomte, wer von uns beiden iſt der ſtärkere, Sie oder ich. Sie, der Sie vor einem Namen beben— ich, der ſich durch Sie nicht um ſeine Ruhe bringen läßt? Ich bin wohl ſomit allein Herr über Ihren Frieden und Ihre Ehre. Ich brauche ja blos Eſtelle d'Eſtrier zu nennen, um Sie zum Zittern zu bringen.“

Der Marquis ſchlug die Beine übereinander, ſchaute zur Decke auf und ſetzte gleichgültig hinzu: „Läugnen läßt ſich auch nicht, daß wenn Sie an die ſchöne, bezaubernde Eſtelle denken, Ihr Herz von Qual erbeben muß. Deren düſteres Schickſal kann nicht anders als ſchwer auf Ihrem Gewiſſen ruhen.“

Der Vicomte hatte ſich vollkommen wieder gefaßt, und ſagte deshalb, indem er von Neuem Platz nahm, mit Ironie:

„Sie ſind doch nicht geſonnen, Marquis, als ihr Rächer aufzutreten?“

„Nein, ich greife der Vorſehung niemals vor. Ich laſſe dieſe, ohne jegliche Einmiſchung von meiner Seite, das Rad der Ereigniſſe drehen.

Hier wurde das Geſpräch durch Tritte im Salon unterbrochen. Ein männliche Stimme trällerte fol⸗ gende Strophe:.

„So findet nie ein Unterſchied Sich zwiſchen Mein und Dein.“

Bei dem Laut dieſer Stimme erhob der Vicomte

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