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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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„Das nennen Sie etwas Neues? Ich war ja auch dabei und habe an dem Kampfe Theil ge⸗ nommen.“

„An Bord der ruſſiſchen Flotte?“

„Allerdings— da Sie unter ſchwediſcher Flagge ſtreiten, ſo blieb mir Nichts übrig, als den Ruſſen zu helfen..

„Die Nothwendigkeit davon ſehe ich nicht ein.“

„Nicht?“

„Nein. Allerdings iſt es wahr, daß wir Tod⸗ feinde ſind, daß wir einander haſſen, aber, mon Dieu, deßhalb waren Sie nicht genöthigt, ſich den ſchwedi⸗ ſchen Kugeln auszuſetzen. Es gibt ſo manche andere Art und Weiſe, ſeinen unverſöhnlichen Geſinnungen Genüge zu thun.— Wir können uns ja zum Bei⸗ ſpiel duelliren,“ ſetzte der Marquis lachend hinzu.

Der Vicomte ſah ihn einen Augenblick ſchweigend an; darauf ſagte er mit einem bedeutungsvollen Lächeln:

„Sie ſind der angenehmſte und furchtbarſte Feind, den ein Menſch haben kann.“

Alsdann ſprang er auf und rief mit geballten Fäuſten:

„Ha, wenn ich daran denke, wie infernaliſch Sie gehandelt, wie Sie mein Glück durchkreuzt, alle meine Träume von Seligkeit zerſtört haben, dann iſt es mir, als wünſchte ich, daß Sie ebenſo viele Leben haben möchten, als es Martern in meiner Seele gibt. Ich möchte ſie alle nehmen, eines nach dem andern, und Tropfen um Tropfen, ſo daß Sie tauſendfache Todesqual leiden müßten!“

„Da hört man, Vicomte, daß Sie Millionär

Schwartz, Wilhelm Stjernkrong. II. 4