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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Wilhelm und der Marquis waren an dem oben⸗ genannten Tage früh Morgens ans Land gegangen und brachten denſelben in Helſingfors zu. Eine der höhern Magiſtratsperſonen der Stadt gab einem Theil der Flottenoffiziere, unter welchen ſich auch Wilhelm und Saint Sue befanden, ein großes Diner.

Sogleich nach dem Mahle ſchlich ſich Saint Sue davon, um nach Hauſe zu gehen.

Stjernkrona, der Günſtling von Allen und ihr Stolz, vermochte ſich nicht ſo ſchnell loszureißen, ſon⸗ dern verweilte noch einige Zeit unter den fröhlichen Gäſten..

In dem innern von ſeinen beiden Zimmern ſaß der Marquis. Er lehnte ſich in die Sophaecke. Hut, Handſchuhe und Degen lagen auf dem Tiſche vor ihm. Die Arme waren über der Bruſt gekreuzt, und die lebhaften Augen ſtarrten gerade vor ſich hin.

Es ſah wirklich aus, als wäre der muntere und leichtſinnige Franzoſe in dieſem Augenblick von ern⸗ ſten, um nicht zu ſagen düſtern Gedanken in Anſpruch genommen. Doch die Sache geht ihn allein an. Wir haben nicht im Sinn, ſein Inneres zu analy⸗ ſiren, um auszuforſchen, wie viel Gutes oder Schlim⸗ nes Freud oder Leid, Ernſt oder Leichtfertigkeit es irgt.

Nachdem er eine Weile unbeweglich ſitzen ge⸗ blieben war, erhob er ſich plötzlich und begann, eine belte Melodie pfeifend, im Zimmer auf und abzu⸗ gehen.

Jetzt ließen ſich Schritte im großen Saal, welcher zwiſchen Saint Sue's und Stjernkrona's Zimmern lag, vernehmen.