Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Der Eine war ein älterer Mann, von ſchlauem und ſehr intelligentem Ausſehen; der Andere ſchien noch dem Jünglingsalter anzugehören.

Als die Proceſſion in die Kirche trat, hatte der jüngere mit ſpähendem Blick jedes Angeſicht beob⸗ achtet, als ob er ängſtlich befürchtete, denjenigen, welchen er ſuchte, nicht zu finden. Plözlich wurden die unruhigen Züge von einem Freudenblitz erhellt; ein heftiges Zittern lief durch ſeinen ganzen Körper, ſo daß er ſich an den Pfeiler, neben welchem er ſtand, lehnen mußte. Zu gleicher Zeit murmelte er ganz leiſe: 1

„Das iſt er!“

Eben ging Saint Sue vorüber; er war in leb⸗ haftem Geſpräch mit ſeinem Nachbar begriffen und bemerkte die beiden Männer nicht.

„Ihr Landsmann, Vicomte,“ flüſterte der ältere Herr auf Franzöſiſch dem Jüngling zu, welcher mit den Augen Sr. Königl. Hoheit dem Großadmiral und ſeiner Suite folgte.

„Ich habe ihn geſehen,“ ſtammelte der Vicomte erregt. 4 Während des Tedeums verwandte der Fremd⸗ ling kein Auge von der Stelle, wo Saint Sue ſich befand. Seine Bruſt hob ſich unruhig, und der kurze, faſt keuchende Athemzug gab zu erkennen, daß

ſein Inneres in Aufregung war.

„Sie ſind unwohl, Vicomte,“ flüſterte ſein Be⸗

gleiter.„Wäre es nicht am beſten, wenn wir von hier wegzukommen ſuchten?“ ſezte er mit einem unruhigen Blick auf des Jünglings verſtörte Miene hinzu.

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