Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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ſeits zu thun. Auch haben wir alle Wahrſchein⸗ lichkeit dafür, daß revolutionäre Bewegungen ſtatt⸗ finden werden, und daß das franzöſiſche Volk, gleich den Nordamerikanern, das Joch, worunter es ſeufßzt, von ſich abwirft. Ein innerer Krieg wird daraus erfolgen. Der König und der Adel werden wohl gutwillig keine Zugeſtändniſſe machen. Nun wohl, ſind es die Individuen, welche es dahin gebracht haben, daß Landsleute auf einander losſchlagen, oder iſt es nicht eher der Gang der Ereigniſſe, der ſie dazu getrieben hat?

Die Ereigniſſe ſelbſt ſind nur Produkte der Individuen.

Das gebe ich nicht zu; denn wenn dem ſo wäre, ſo könnte man den Menſchen als einen Gott, und nicht als ein ſchwachen Sterblichen betrachten. Wir müſſen ſomit zugeben, daß der Herr des Schick⸗ ſals ſeine Hand mit im Spiele hat. Ich will als Beiſpiel ein Volk nehmen, welches Jahrhunderte lang das Joch des Despotismus getragen hat, aber endlich von einigen Jahren des Mißwachſes heim⸗ geſucht wird, ſo daß Noth und Elend entſtehen⸗ Die darauf folgenden Leiden wecken die Nation zue Betrachtungen über ihre Stellung in der Welt, und bei den Vergleichen, welche die Noth hervorruft, wird ſie von der Begierde ergriffen, ihre Lage zu verbeſſern. An die Stelle der trägen Gleichgültigkeit tritt nun Energie und treibt ſie zu Handlungen, welche nicht blos auf die nächſte Zukunft, ſond ern auch auf die Nachwelt ihren Einfluß ausüben. G iſt alſo eine höhere Macht, welche die Kette der Ereigniſſe an einander fügt, aber dieſe Macht hat