Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 2. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Doch wir wollen nicht jezt, ſondern erſt weiterhin auf die Kriegsereigniſſe zurückkommen.

Eines Abends, im Mai 1788, während die Flotte in der Ausrüſtung begriffen war, ſaßen zwei junge Männer in der Wohnung Wilhelms zu Karls⸗ krona bei einander.

Zehn Jahre ſind verfloſſen, ſeitdem wir den le⸗ bensfrohen Jüngling das Vaterland verlaſſen ſahen, um ſich, Abenteuer und Chre ſuchend, nach fremden Ländern zu begeben.

Hatte er gefunden, was er damals ſuchte? oder hatte er vielleicht nur die Erfahrung bittern Schmerzes und getäuſchter Hoffnungen davon getragen?

Die mit Orden geſchmückte Bruſt ſchien zu be⸗ weiſen, daß er wenigſtens einige Blätter aus dem Lorbeerkranz der Ehre errungen hatte, und das ſorg⸗ loſe, unveränderte Ausſehen proteſtirte ganz und gar gegen jede Bekanntſchaft mit Kummer und Sorge.

Mit Wilhelms Zügen war keine weitere Ver⸗

änderung vorgegangen, als daß ſie ein beſtimmteres

männliches Gepräge erhalten hatten.

Die Augen waren ebenſo lebhaft und wachſam wie ehedem, das Lächeln gleich friſch und keck, und die Naſe ſchien noch immer der ganzen Welt Trotz zu bieten..

Doch geſchah es zuweilen, daß ein Schatten über dieſe hohe Stirn flog, als ob eine peinliche Erinne⸗ rung in ſeiner Seele auftauchte; aber der Ausdruck

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