gährte es in den Gemüthern des franzöſiſchen Volkes. Ein dumpfes, unglückverkündendes Murren ging durch das Land, gleich einem warnenden Vorboten vor dem Ausbruch der großen und blutigen Revolution.
Im Jahr 1788 war die Spannung zwiſchen dem Hof, dem Parlament und dem Volk von der Art, daß ſich leicht vorausſehen ließ, eine vollkom⸗ mene Spaltung werde die Folge davon ſein.
Die Hofpartei, verblendet und völlig irre ge⸗ führt, wie immer, in Bezug auf die in ihrem Beſitz befindliche Macht, glaubte nicht an die Gefahr und wollte ſich die Möglichkeit nicht denken, daß das Volk ſich nunmehr anſchicke, über ſeine Unterdrücker das Richteramt zu üben und für die Leiden von Jahrhunderten an ihnen Rache zu nehmen.
Es gab jedoch mehrere adelige Familien, welche, auf die Zeichen der Zeit achtend, erkannten, daß die Macht der Ariſtokratie ihrer Vernichtung nahe ſei, und deßhalb es für das Räthlichſte hielten, dem Sturm, welcher bevorſtand, zu entfliehen.
Auch gab es einen und den andern Edelmann, welcher in Vorausſicht der innern Kämpfe Frankreich verließ, um nicht an dem Bruderſtreite Theil neh⸗ men zu müſſen.
Während dieſe hiſtoriſchen Ereigniſſe ſich in Frankreich vorbereiteten, hatten mehrere innere und äußere Umſtände hier in unſerem lieben Schweden zuſammengewirkt, ſo daß Guſtav III. der Verſuchung nicht widerſtehen konnte, ſich gleichfalls die Helden⸗ krone zu erwerben, welche ſeine Vorgänger geſchmückt hatte. Genug, er entſchloß ſich ſehr ſchnell zu einem Kriege gegen Rußland.
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