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nur ein Gegenbild in demjenigen, welcher Wilhelm verzehrte.
Uneingedenk ſeiner Wunden und ſeiner ſchwachen Kräfte, gleichgültig gegen alle Warnungen, nahm derſelbe an den Nachforſchungen mit einem ſo ver⸗ zweifelten Eifer Theil, daß man wohl daraus ab⸗ nehmen konnte, wie tief und innig er die Verſchwun⸗ dene liebte.
Am vierten Abend kehrten einige Neger, welche ſie aufzuſuchen ausgeſandt waren, mit einem von Luciens Schuhen zurück, den ſie am Meeresſtrande gefunden hatten. Augenſcheinlich war er am Waſſer gelegen, und von den Wellen ans Land geworfen worden. 3 Alles Suchen war jezt überflüſſig, beſonders als ein paar Negerknaben ausſagten, ſie hätten dieſelbe an dem Abend, bevor ſie verſchwand, ſich nach dem Strande hinunter begeben ſehen. Man nahm für ausgemacht an, daß ſie ihr Grab in den Wellen gefunden hatte.
Eſtelle wurde bei dem Anblick des gefundenen Schuhes viel ruhiger, aber auf Wilhelm hatte der⸗ ſelbe eine ganz andere Wirkung.
Die Spannkraft, welche die Angſt ihm verliehen hatte, verlor ſich, und dieß im Verein mit dem Um⸗ ſtand, daß ſeine Wunde durch die bisherigen An⸗ ſtrengungen wieder aufgegangen war, warf ihn von Neuem auf das Krankenbett.
Treu wie das Grab, unermüdlich und umſichtig wie die Liebe, ſaß Eſtelle an ſeinem Krankenlager, auf jede Ruhe und Erholung verzichtend, nur um bei ihm zu wachen und ihn zu pflegen.
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