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helm ausgeſprochen hatte:„Die Frau, welche ein Mann von ganzer Seele lieben ſoll, muß frei ſein und das Recht beſizen, ſich ihm zu ſchenken.“
Ohne alles Geräuſch richtete Eſtelle ſich auf und nahm ſchweigend den Arm, welchen der Graf ihr bot.
Am Frühſtücktiſche meldete der Hofmeiſter, der Graf und Madame ſeien weggefahren und werden erſt ſpät am Abend wieder zurückkehren.
XXXV.
Am nächſten Morgen, als Wilhelm noch in tiefen Schlaf verſunken war, kam Nizama zu ihm hereingeſtürzt und rief mit wildem Schmerze aus:
„Das Fräulein iſt verſchwunden, und der Graf iſt dieſe Nacht tödtlich vom Schlage gerührt worden!“
Die Beſtürzung, welche durch dieſe Nachricht hervor⸗ gerufen wurde, läßt ſich leicht denken.
Eſtelle war durch ihres Mannes plötzlichen Tod, aber noch mehr durch Luciens Verſchwinden heftig erſchüttert. Mit einem Ausdruck von Verzweiflung und Angſt ſchickte ſie nach allen Seiten Boten aus, um von Lucie Kunde einzuziehen, oder wenigſtens eine Spur ausfindig zu machen, welchen Weg ſie eingeſchlagen haben konnte; aber alle Nachforſchungen blieben fruchtlos; Eſtelle's Bekümmerniß und Sorge ſteigerte ſich mit jedem Tag, der verging, ohne über das Schickſal ihrer Schwägerin Aufklärung zu bringen; und der Schmerz, den ſie an den Tag legte, fand


