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Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Dieß war Etwas, das unaufhörlich einen ſtillen und geheimen Argwohn in Eſtelle's Herzen nährte.

Vermuthlich geſchah es, um bei ihrer Schwägerin deſto leichter ſpioniren zu können, daß Eſtelle der⸗ ſelben nichts von dem mittheilte, was ihr Graf d'Eſtrier in Bezug auf Wilhelms und Luciens Un⸗ terredung geſagt hatte.

Genug, die Zeit verging, und bald waren die vier Wochen, welche der Graf Lucien, um ſich Liebe zu gewinnen, gegeben hatte, abgelaufen. Nur noch ein paar Tage waren übrig.

Eines Morgens, lächelnd und ſchön, wie unſere goldenen Hoffnungen, wanderte Lucie die Terraſſe hinunter und ſchlug den Weg nach einer Art von Pavillon ein, welcher auf der andern Seite des Gar⸗ tens ſtand und der Japaniſche Tempel genannt wurde.

Sie ging langſam und mit zögerndem Schritt und machte von Zeit zu Zeit Halt. Man ſah wohl, daß das junge Mädchen innerlich aufgeregt war und daß ihre ganze Seele von der Unruhe der Unge⸗ wißheit beherrſcht wurde.

An die Seite des Gangs geſchmiegt und in dem hohen Graſe fortkriechend, folgte ihr in einigem Ab⸗ ſtand Eſtelle's ſchwarze Zofe.

Als Lucie den ſogenannten Tempel erreicht hatte und die wenigen Stufen hinaufſtieg, welche in einen achteckigen Salon führten, ging ſie etwas raſcher, blieb aber dennoch auf der Treppe ſtehen, als ſie Wilhelm vor ſich in demſelben erblickte.

Bei Luciens Anblick eilte unſer Held auf ſie zu und rief lebhaft aus: 3

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