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Wilhelm, der für niemand als Eſtelle hätte Augen und Sinn haben ſollen, wich ihr aus und ſchien ſo in Gedanken verſunken, daß er einige Mal auf die Fragen, welche Eſtelle an ihn richtete, ganz verkehrte Antworten gab. Einmal heftete er ſein Auge auf Lucie, und es lag Etwas darin, das, hätte Eſtelle es wahrgenommen, Eiferſucht und Wuth in ihrer Seele erweckt haben würde. 1
Luciens Weſen hatte etwas Schüchternes und faſt Bebendes. Sie nahm durchaus nicht am Ge⸗ ſpräch Antheil, und ſuchte ſich den Blicken der An⸗ dern zu entziehen. Saint Sue warf dann und wann einen forſchenden Blick auf Wilhelm und Lucie. Er ſuchte zu errathen, was vorgefallen wäre, und dachte dabei:
„Irgend etwas iſt zwiſchen Lucie und Stjern⸗ krona geſchehen; aber was? Das vermag ich nicht herauszubringen. Etwas ſehr Eigenthümliches muß es geweſen ſein, denn mein junger Freund iſt dem Zauber, welchen Eſtelle über ihn ausübte, völlig entrückt. Lucie ſieht ihrerſeits aus, als wäre ſie zu gleicher Zeit glücklich und unglücklich. Was hat dieß Alles zu bedeuten? Doch, es verlohnt ſich nicht, darüber nachzugrübeln, denn es wird nicht lang dauern, ſo habe ich den richtigen Zuſammenhang errathen.“
Hätte man der Richtung der halb geſchloſſenen Augen des Grafen folgen können, ſo würde man gefunden haben, daß ſie mit einem forſchenden Aus⸗ druck auf Lucie und Wilhelm geheftet waren.
Nach dem Frühſtück entfernte ſich der Graf ſo⸗


