Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
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Ich werde dieſe Lucie noch verabſcheuen, dachte Eſtelle, während ſie ſich zu dem Engländer wandte.

Als man auseinander ging, um ſich zur Ruhe zu begeben, und ſich gegenſeitig gute Nacht ſagte, flüſterte Wilhelm Eſtelle zu:

Werden Sie mich von ſich gehen laſſen, ohne meine Bitte erhört zu haben?

Nein, treffen Sie mich morgen nach dem Früh⸗ ſtück im Salon, antwortete Eſtelle mit etwas un⸗ ſicherer Stimme.

Als ſie einige Augenblicke nachher ſich allein in ihrem Schlafzimmer befand, rief ſie mit wilder Freude:

Endlich wird er mir ſagen, wie ſehr ich ge⸗ liebt bin!*)

XXXI.

Am Abend, als Wilhelm ſich von Eſtelle getrennt hatte und in ſein Zimmer trat, fand er Nizama hier. Sie reichte ihm einen kleinen, zuſamengefal⸗ teten Papierſtreifen mit den Worten:

Das Fräulein wünſcht durch mich Antwort zu erhalten..

Das Fräulein! wiederholte Wilhelm und öff⸗ nete das Billet. Luciens ſchönes und edles Bild trat ſehr lebhaft vor ſeine Seele.

*) Im Text muß hier ein Druckfehler ſein und ſtatt han(er) bon(ſie) ſtehen; denn dieſe Worte können nach dem Zuſammen⸗ hang und nach den erſten Zeilen des nächſten Kapitels ſich nur auf Eſtelle und nicht auf Wilhelm beziehen.. A. d. U.