Teil eines Werkes 
Wilhelm Stjernkrona oder Ist des Menschen Charakter sein Schicksal? : 1. Band (1863) Ist des Menschen Charakter sein Schicksal?
Entstehung
Einzelbild herunterladen

50

Deck und Batterien zeigten eine Bewegung, wie ſie ſich nur auf einem ſo beſchränkten Raume ent⸗ wickeln kann. Das Rennen nach allen Richtungen, das Stampfen und Commandiren, gefolgt von gellen⸗ den, von Deck zu Deck wiederholten Signalen, dieſer ſcheinbare Wirrwarr hätte von einem Uneingeweihten für eine vollſtändige Auflöſung aller Ordnung und Disciplin gehalten werden können, ja man wäre zu glauben verſucht geweſen, es liege bei der Mann⸗ ſchaft die Abſicht vor, entweder die Maſten nieder⸗ zureißen, oder habe ſich eine völlige Meuterei ihrer Sinne bemächtigt.

So eigenthümlich, als eine ſolche Scene dem hieran nicht gewöhnten Auge erſcheint, ſo alltäglich iſt ſie für den Befehlshaber. Er ertheilt ſeine Be⸗ fehle mit vollkommener Ruhe, wohl wiſſend, daß Alles in Kurzem ſich ordnen wird.

Ebenſo ſchwer, als man ſich vorſtellen kann, wie

dieſer Wirrwarr ſich einmal zu einem ſyſtematiſchen Ganzen geſtalten werde, ebenſo lebhaft würde man

erſtaunen, wenn man eine Stunde hernach einen Gang durch das Schiff machte. Alles iſt nun an ſeinem gehörigen Plaze. Die Boote ſind eingezo⸗ gen, das Deck iſt geklärt, und die Matroſen von der Schanze ſind in vollem Zuge, das Halbdeck zu fegen.

Auf den Batterien ſtehen die Kanonen befeſtigt. Zwiſchen und über einer jeden ſind die zur Bedie⸗ nung nöthigen Geräthſchaften angebracht. Einer oder der Andere von den Oberkanonieren, welcher

——-———

——

——————————,——

—-— BBA ͤ—

an ſeinem geliebten Vierundzwanzig⸗, oder Sechsund⸗

dreißigpfünder nicht vorbeigehen kann, ohne nachzu⸗